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"Intensivregister": Genügend Kapazitäten für Covid-19-Patienten | BR24

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Der Sprecher des "Intensivregisters" der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Nofallmedizin, Christian Karagiannidis, sieht die Intensivstationen gut gerüstet für den Kampf gegen Covid-19.

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"Intensivregister": Genügend Kapazitäten für Covid-19-Patienten

Der Sprecher des so genannten "Intensivregisters" der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Nofallmedizin, Christian Karagiannidis, sieht die Intensivstationen derzeit gut gerüstet für den Kampf gegen Covid-19.

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Um diese Patienten auch bei steigenden Fallzahlen besser auf die Kliniken zu verteilen, gibt es seit einigen Wochen das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Auf dieser zentralen Plattform melden Kliniken bislang auf freiwilliger Basis, ob sie noch Kapazitäten für Patienten haben, die künstlich beatmet werden müssen.

Der Sprecher des "Intensivregisters", Christian Karagiannidis, sieht die Intensivstationen derzeit für den Kampf gegen Covid-19 gut gerüstet. Das hat er im Interview mit der radioWelt am Morgen auf Bayern 2 betont.

"Die Zahlen von gestern sind extrem gut. Wir haben unter den meldenden Kliniken ungefähr 8.000 belegte Intensivbetten gehabt und noch über 5.500 freie Intensivbetten. Das ist deutlich mehr Kapazität, als Norditalien zur Verfügung hatte." Christian Karagiannidis, Intensivregister

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Insgesamt noch genügend Kapazität vorhanden

Bei der Belegung der Intensivbetten gebe es in Deutschland große regionale Unterschiede, so Karagiannides. In Süddeutschland habe es mehr Covid-19-Patienten auf den Intensivstationene gegeben als etwa in Ostdeutschland.

"Der Hotspot ist wirklich Bayern und Baden-Württemberg gewesen und bei uns im Rheinland, durch den Ausbruch in Heinsberg. Aber überall, wo Covid-Patienten liegen, ist insgesamt noch genügend Kapazität vorhanden, selbst wenn jetzt noch mehr Patienten hinzu kommen würden." Christian Karagiannidis, Intensivregister

Der Politik rät Karagiannidis, die starke Vorhersagekraft des Registers bei der Entscheidung über eine weitere Lockerung der Corona-Maßnahmen zu nutzen: "Man sollte anhand der freien und belegten Intensivbetten planen, wie viel man in der Gesellschaft jetzt wieder freigeben kann und dafür eignet sich dieses Register ganz hervorragend."

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