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Symbolbild: Intensivstation

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    Intensivmediziner-Chef: "Corona wird zu einer normalen Grippe"

    Die Intensivmediziner sehen sich für eine mögliche vierte Corona-Welle gut gerüstet. Mittelfristig werde sich das Infektionsgeschehen den Wellenbewegungen der normalen Grippe angleichen - allerdings nur, wenn zeitnah genügend Menschen geimpft würden.

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    • BR24 Redaktion

    Er blicke mit Respekt, aber nicht mit Panik auf den Herbst und eine mögliche vierte Corona-Welle, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx dem "Handelsblatt". Sie werde dank des Impffortschritts "grundlegend anders verlaufen als die Wellen zuvor".

    Derzeit noch rund 500 Corona-Patienten im Intensivbereich

    Es werde weniger schwere Fälle geben, "also auch deutlich weniger Patienten mit Covid-19 auf den Intensivstationen". Dort befänden sich derzeit etwas mehr als 500 Corona-Patienten aus der vorangegangenen Welle. "Es werden kontinuierlich Corona-Patienten auf den Intensivstationen landen, aber eben nicht in überdurchschnittlichen Zahlen wie in der Hochzeit der Pandemie", sagte Divi-Präsident Marx. "Das erleben wir auch bei der Influenza."

    Der alles entscheidende Faktor: die Impfquote

    Die Belegung normalisiere sich. "Corona wird deswegen aus intensivmedizinischer Sicht tatsächlich zu einer normalen Grippe." Einen "entspannten Herbst und Winter" macht Marx vor allem davon abhängig, wie sich die Impfquote entwickelt. Dafür seien noch große Anstrengungen nötig.

    "Mobile Impfteams in Innenstädten und großen Treffpunkten wie beispielsweise Fußballstadien sind ebenfalls sinnvoll", sagte er. "Außerdem sollten wir uns ein Beispiel an Kampagnen wie in den USA nehmen und die Impfung mit einer Verlosung von einem Gewinn von hunderttausenden Euro verbinden."

    Die Impfquote müsse auch das Kriterium für ein Ende der Corona-Maßnahmen sein, sagte Marx weiter. "Bei einer Impfquote von 85 Prozent können wir meines Erachtens auf alle Maßnahmen verzichten." Bis dahin brauche es aber "mindestens Testen, Masken und Abstand halten - insbesondere in Innenräumen".

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