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Innenminister wollen rechte "Prepper-Szene" beobachten lassen | BR24

© dpa/Thomas Riedel

Symbolbild

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    Innenminister wollen rechte "Prepper-Szene" beobachten lassen

    Die rechtsradikale Prepper-Szene soll künftig bundesweit beobachtet werden, so lautet der Antrag auf der Innenministerkonferenz in Leipzig. Dabei wolle man in Erfahrung bringen, inwieweit die Szene zur Radikalisierung neige.

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    Bisher ist über die "Prepper-Szene" nicht viel bekannt. Der Begriff "Prepper" wird aus dem Englischen abgeleitet und bedeutet soviel wie "to be prepared" (vorbereitet sein). Diese Szene stammt ursprünglich aus den USA. Prepper sind Menschen, die sich akribisch auf mögliche Krisen und Katastrophen vorbereiten. Sie bezweifeln, dass in solchen Fällen die staatliche Krisenvorsorge funktioniert. Deshalb legen sie Lebensmittelvorräte an und machen Überlebenstrainings. Sie sollen Waffen horten und auch die Ermordung von Politikern geplant haben.

    Generalbundesanwalt ermittelt

    Bereits Ende August hatten Sondereinsatzkommandos der Poilzei in Mecklenburg-Vorpommern Wohnungen und Büroräume von sechs Mitgliedern einer Prepper-Gruppe namen "Nordkreuz" durchsucht. Laut richterlichem Beschluss stehen zwei von ihnen in dem Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorzubereiten. Die Anschuldigungen richten sich hauptsächlich gegen einen Rechtsanwalt und einen Polizeibeamten.