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Innenminister Herrmann verurteilt Al-Kuds-Marsch in Berlin | BR24

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Organisationen rufen zu Protest gegen Al-Kuds-Marsch auf

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Innenminister Herrmann verurteilt Al-Kuds-Marsch in Berlin

Jüdische wie nichtjüdische Organisationen haben zu Gegendemonstrationen gegen den israelfeindlichen "Al-Kuds-Marsch" aufgerufen. Dieser startete mit weniger Teilnehmern als gedacht. Bayerns Innenminister Herrmann nannte die Kundgebung "abscheulich".

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Zu der heute in Berlin stattfindenden jährlichen antiisraelischen Al-Kuds-Demonstration versammeln sich traditionell Israel-Gegner und Antisemiten, darunter viele palästinensische Organisationen. Sie rufen zur Eroberung Jerusalems auf - "al-Kuds" ist der arabische Name für Jerusalem.

Laut Polizei werden rund 2.000 Teilnehmer erwartet. Zu Beginn der Demonstration waren es deutlich weniger. Auf Transparenten forderten sie ein eigenständiges Palästina. Auch Flaggen der Palästinenser, des Iran sowie Deutschland-Fahnen wurden geschwenkt.

Herrmann: "Antisemitismus hat in Deutschland nichts zu suchen"

Bayerns Innenminister Herrmann nannte die Kundgebung "abscheulich". Er sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Antisemitismus habe in Deutschland nichts zu suchen. Dabei spiele es keine Rolle, ob er von Rechtsextremisten verbreitet werde oder von islamischen Antisemiten.

Proteste gegen israelfeindliche Demonstration

Gegen den "Al-Quds-Marsch" sind auch zwei Gegendemonstrationen angemeldet. An der ersten, von verschiedenen Antifa-Gruppen angemeldeten Kundgebung, nahmen nach Polizeiangaben 250 bis 300 Menschen teil.

Für den Nachmittag hat zudem ein breites gesellschaftliches Bündnis zu einer Gegendemonstration und zum solidarischen Kippa-Tragen aufgerufen. An einer Kundgebung auf dem George-Grosz-Platz wollen unter anderem Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD), der Fraktionsvorsitzende der CDU im Abgeordnetenhaus, Burkhard Dregger, die Bundestagsabgeordnete Petra Pau (Linke) und der Berliner Antisemitismusbeauftragte Lorenz Korgel teilnehmen.