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INF-Vertrag: Kujat spricht von Verrat an der Sicherheit Europas | BR24

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Der ehemalige Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, Harald Kujat, hat die Kündigung des INF-Vertrages durch die USA scharf kritisiert. "Das ist ein Verrat an der Sicherheit der europäischen Verbündeten", sagte er in der radioWelt auf Bayern 2.

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INF-Vertrag: Kujat spricht von Verrat an der Sicherheit Europas

Der ehemalige Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, Harald Kujat, hat die Kündigung des INF-Vertrages durch die USA scharf kritisiert. "Das ist ein Verrat an der Sicherheit der europäischen Verbündeten", sagte er in der radioWelt auf Bayern 2.

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Heute befassen sich die Verteidigungsminister der NATO-Mitglieder mit der Zukunft des INF-Vertrags, aus dem zunächst die USA und wenig später auch Russland ausgestiegen sind.

Die Abkürzung INF steht für "Intermediate-Range Nuclear Forces" - also nukleare Mittelstreckenwaffen. Der 1987 unterzeichnete Vertrag beendete eine Zeit des nuklearen Wettrüstens zwischen Ost und West.

"Höchstgefährlicher Schritt"

Die Kündigung bedeute, dass sich die Vereinigten Staaten aus ihrer Verantwortung gegenüber ihren europäischen Verbündeten verabschiedeten, meint Harald Kujat. Das sei ein Schritt, der für Europa höchstgefährlich werden könnte, sagte der General a.D. in der radioWelt auf Bayern 2.

"Alles, was nach dem INF-Vertrag kommt, ist schlechter als das, was wir im Augenblick haben."

Hoffnung für den INF-Vertrag

Er habe aber noch Hoffnung, dass der INF-Vertrag gerettet werden könnte, betonte Harald Kujat. Hierzu müsste man zu gegenseitigen Inspektionen zurückkehren, die im Mai 2001 beendet worden seien.

"Dann könnte man, ich sage das mit den Worten von Carl Friedrich von Weizsäcker, zu einer gemeinsam gesuchten Wahrheit kommen."