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Indonesien erhöht Warnstufe für Vulkan Anak Krakatau | BR24

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© dpa-Bildfunk/Achmad Ibrahim

Frauen in einem zerstörten Dorf in Indonesien

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Indonesien erhöht Warnstufe für Vulkan Anak Krakatau

Die indonesischen Behörden haben die Warnstufe für den Vulkan Anak Krakatau in der Sundastraße erhöht. Gleichzeitig wurde die Verbotszone rund um den Vulkankrater auf fünf Kilometer ausgedehnt, teilte die Katastrophenschutzbehörde in Jakarta mit.

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Die indonesischen Behörden haben die Warnstufe für den Vulkan Anak Krakatau in der Sundastraße erhöht. Die Behörde für Klimatologie und Geophysik forderte die Bevölkerung auf, sich von Küstengebieten fernzuhalten. Heftige Regenfälle und hoher Wellengang erhöhen das Risiko für die Bewohner weiter.

Rauch und Asche treten aus Vulkan Anak Krakatau aus

Gleichzeitig wurde die Verbotszone rund um den Vulkankrater auf fünf Kilometer ausgedehnt. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde in Jakarta sind am Vortag verstärkt Rauchwolken und heiße Asche ausgetreten. Die Asche sei zwar harmlos, doch sollten die Menschen in den betroffenen Gebieten Schutzmasken und Schutzbrillen tragen.

Nach Tsunami viele Menschen noch vermisst

Eine Eruption des Vulkans samt anschließendem Erdrutsch hatten am vergangenen Samstag einen Tsunami ausgelöst, durch den auf den nahe gelegenen Inseln Sumatra und Java mehr als 430 Menschen starben. Knapp 1.500 Menschen wurden durch die Flutwelle verletzt. Mehr als 150 Menschen gelten noch als vermisst.

Südwestflanke der Vulkaninsel verschwunden

Radardaten von Satelliten zeigen, dass die Vulkaninsel des Anak Krakatau geschrumpft ist. Konvertiert in Bilder enthüllen die vor und nach der Eruption aufgezeichneten Daten japanischer und europäischer Satelliten, dass die Südwestflanke der Insel verschwunden ist. Satellitenfotos gibt es bisher wegen der Wolken nicht.

Tsunami wohl durch Erdrutsch ausgelöst

Ein britischer Forscher der Universität Sheffield, Dave Petley, sagte, die Daten belegten die Theorie, dass ein Erdrutsch den Tsunami ausgelöst hat. Petley wertete Daten eines ESA-Satelliten aus. "Die Herausforderung ist nun, zu interpretieren, was auf dem Vulkan vor sich geht und was als nächstes passieren könnte", so Petley.

Anak Krakatau bedeutet "Kind des Krakatau". Die Vulkaninsel erhob sich 1929 aus dem Meer und hat sich seitdem nach Angaben der indonesischen Vulkanbehörde vergrößert. Der Vulkan Krakatau hatte mit einer gewaltigen Eruption 1883 sogar Auswirkungen auf das Weltklima.