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In Starnberg: Erster Coronavirus-Fall in Deutschland bestätigt | BR24

© Simon Plentinger

Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern hat sich mit dem Erreger des Coronavirus infiziert. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit. Der Patient befindet sich wohl klinisch in einem guten Zustand, er werde überwacht.

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In Starnberg: Erster Coronavirus-Fall in Deutschland bestätigt

Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern hat sich mit dem Erreger des Coronavirus infiziert. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit. Der Patient befindet sich demnach in einem guten Zustand.

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Erstmals ist in Deutschland eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern habe sich mit dem Erreger infiziert, teilte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums in München am späten Montagabend mit. Weitere Informationen zu dem infizierten Mann, etwa, ob er sich in China aufgehalten habe, gab es zunächst nicht.

Weitere Informationen erwartet

Das Virus kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind, die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen. Das bayerische Gesundheitsministerium und die "Task Force Infektiologie" des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wollen die Öffentlichkeit heute Vormittag bei einer Pressekonferenz informieren.

Infektion verläuft teilweise ohne Symptome

Nach derzeitiger Einschätzung von Experten verläuft die neuartige Lungenkrankheit offenbar in den meisten Fällen mild, möglicherweise sogar ohne Symptome. Von den in China registrierten Todesfällen gehen die meisten nach bisherigen Erkenntnissen auf ältere und ohnehin schon stark geschwächte Patienten zurück.

Risiko für Bevölkerung ist gering

Der Ministeriumssprecher betonte: "Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, wird von der "Task Force Infektiologie" des LGL und vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit als gering erachtet. Menschen, die engen Kontakt mit dem Patienten hatten, würden ausführlich aufgeklärt und über mögliche Symptome, Hygienemaßnahmen und Übertragungswege informiert.

In Europa waren zuvor drei Infektionen mit dem neuartigen Virus nachgewiesen worden. Alle drei betrafen Menschen in Frankreich, die zuvor in China gewesen waren.

© BR

Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern hat sich mit dem Erreger des Coronavirus infiziert.

Fälle in China steigen sprunghaft an

Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen ist auf über 4.500 gestiegen, nachdem das chinesische Staatsfernsehen am Dienstag einen Sprung um mehr als 1.700 Fälle im Vergleich zum Vortag meldete. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei habe es auch 24 weitere Todesopfer gegeben, so dass landesweit mindestens 106 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben seien.

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