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"In Erster Klasse betreut": Bahn stichelt gegen Greta | BR24

© Screenshots Twitter/Grafik: BR

Musste Greta wirklich am Boden sitzen?

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    "In Erster Klasse betreut": Bahn stichelt gegen Greta

    Posse auf Twitter: Nachdem ein Foto von Greta Thunberg aus einem offenbar überfüllten Zug für Wirbel sorgte, teilt die Bahn mit, dass die Klimaaktivistin zeitweise auch einen Sitzplatz in der Ersten Klasse hatte. Die 16-Jährige reagiert gelassen.

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    Nach dem Weltklimagipfel in Madrid ist die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg wieder auf dem Heimweg - und hat dabei einen Teil ihrer Strecke in einem ICE der Deutschen Bahn zurückgelegt. Für Aufregung sorgte dabei ein von Thunberg bei Twitter veröffentlichtes Bild, wonach die 16-Jährige offenbar zeitweilig im Gang auf dem Boden saß.

    Kommentiert ist das Bild mit den Worten "Unterwegs in überfüllten Zügen durch Deutschland".

    Da der Twitter-Beitrag in Deutschland offenbar auch bei vielen Nutzern Erinnerungen an den oft kritisierten Zustand der Bahn weckte, reagierte der Konzern wenig später ebenfalls bei Twitter. "Wir wünschen Greta eine gute Heimfahrt", schrieb die Bahn in einer ersten Reaktion. "Und arbeiten weiter hart an mehr Zügen, Verbindungen und Sitzplätzen."

    Deutsche Bahn: Greta saß auch in der Ersten Klasse

    Einige Stunden später dankte dann das Unternehmen Thunberg zudem dafür, "dass Du uns Eisenbahner im Kampf gegen den Klimawandel unterstützt". Die Bahn habe sich "gefreut", dass Thunberg am Samstag in dem ICE "mit 100 Prozent Ökostrom" unterwegs gewesen sei.

    Demnach hatte Thunberg aber durchaus einen Sitzplatz. Unter dem Hashtag "#Greta" schrieb die Bahn am Sonntagmittag: "Noch schöner wäre es gewesen, wenn Du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist."

    In einer Pressemitteilung erklärte die Deutsche Bahn, Recherchen zum Reiseverlauf hätten ergeben, dass Greta Thunberg zwischen Kassel und Hamburg "freundlich und kompetent" vom Zugteam an ihrem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden sei. Nach Angaben des Bordpersonals hätten Gretas "Mitreisende" bereits ab Frankfurt dort gesessen, heißt es außerdem in der Mitteilung.

    Greta Thunberg: Saß in zwei Zügen am Boden

    Thunberg selbst erklärte daraufhin via Twitter, dass ihr Zug von Basel ausgefallen sei, weshalb sie im Anschluss in zwei verschiedenen Zügen auf dem Boden gesessen habe. Hinter Göttingen habe sie schließlich einen Sitzplatz erhalten.

    "Das ist natürlich kein Problem und ich habe niemals gesagt, dass es eines wäre." Sie konnte der Situation auch etwas Positives abgewinnen: "Überfüllte Züge sind ein großartiges Zeichen, weil das bedeutet, dass die Nachfrage nach Bahnreisen groß ist", twitterte sie.