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In 65 Stunden: Klima-Aktivistin Greta Thunberg reist nach Davos | BR24

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Fürs Klima vom Flugzeug auf den Zug umsteigen - und das viele, viele Stunden lang: Die junge schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat den langen Weg nach Davos mit der Bahn in Angriff genommen.

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In 65 Stunden: Klima-Aktivistin Greta Thunberg reist nach Davos

Die junge schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg ist zum Weltwirtschaftsforum in Davos gereist: In 65 Stunden fuhr die Erfinderin der Klima-Schulstreiks umweltschonend per Bahn in die Schweiz und ist inzwischen an ihrem Ziel angelangt.

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"Morgenzug zum Weltwirtschaftsforum in Davos", hatte die 16-jährige Schülerin auf Twitter geschrieben, als sie in Schweden aufbrach. Im Gepäck hat Thunberg, die schon bei der Klimakonferenz in Kattowitz eine Rede gehalten hatte, einen Rucksack, einen kleinen roten Koffer und ein Demonstrationsschild mit der Aufschrift "Skolstrejk for klimatet" (Schulstreik fürs Klima).

Reisen mit geringem CO2-Ausstoß

Die Schülerin kündigte an, von Mittwoch bis Freitag bei der Konferenz dabei zu sein. Weil Flugreisen viel CO2 verursachen und damit klimaschädlich sind, entschied sie sich für die Anreise per Zug. Sie habe bereits erreicht, dass ihre Eltern vor einigen Jahren mit dem Fliegen aufgehört hätten, sagte sie vorab der schwedisch-norwegischen Sendung "Skavlan".

"Mehr Angst vor mir als vor der Klimakrise"

Man könne die Zeit in der Bahn gut nutzen, um allerlei Dinge zu tun - zum Beispiel eine Rede zu schreiben, so Thunberg. Der Zeitung "Aftonbladet" sagte sie im Zug, es erscheine so, als hätten ihre Kritiker im Internet mehr Angst vor ihr als vor der Klimakrise.

"Wir tun praktisch nichts"

Für einen Kommentar war Thunberg über die sozialen Netzwerke während der Reise nicht zu erreichen. Sie teilte jedoch ein Video mit ihrer Botschaft für das Weltwirtschaftsforum. Darin sagte sie: "Manche Leute sagen, dass wir nicht genug tun, um den Klimawandel zu bekämpfen. Aber das ist nicht wahr. Um 'nicht genug zu tun', müsste man überhaupt etwas tun. Und die Wahrheit ist, dass wir praktisch gar nichts tun."

Jeden Freitag im Schulstreik

Thunberg setzt sich an vorderster Front für ein stärkeres Klimabewusstsein ein. Sie fordert, dass mehr gehandelt und weniger bloß über den Klimawandel geredet wird. Im Rahmen ihrer Protestaktion "Schulstreik fürs Klima" demonstriert sie jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm. Die Aktion fand bereits Nachahmer in aller Welt. Auf der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz hatte sie im Dezember gesagt: "Wir müssen verstehen, was für ein Chaos die älteren Generationen angerichtet haben, das wir nun aufräumen und mit dem wir leben müssen."

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  • Rüdiger Hennl
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