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Immer weniger Städte überschreiten Grenzwerte für Stickoxid | BR24

© ARD / Angela Ulrich

Umweltbundesamt: Stadtluft wird sauberer

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Immer weniger Städte überschreiten Grenzwerte für Stickoxid

Mit Dieselfahrverboten und anderen Maßnahmen versuchen Städte ihre zu hohen Stickoxidwerte zu senken – offenbar erfolgreich. Letztes Jahr überschritten nur noch 25 von ihnen den EU-Grenzwert. In München sind die Werte aber immer noch problematisch.

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40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft - das ist seit 2010 der Grenzwert für Stickstoffdioxid. 2018 überschritten noch 57 Städte diesen Wert, 2019 waren es nicht mal mehr die Hälfte davon. Darunter sind vor allem Großstädte wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln und auch München.

Stickoxide: München wieder negativer Spitzenreiter

In der bayerischen Landeshauptstadt liegt der Wert im Jahresmittel an der Messstelle Landshuter Allee bei 63 Mikrogramm. Das ist zwar weniger als noch 2018, trotzdem erreicht München damit nach zwei Jahren wieder den bundesweiten negativen Spitzenwert. Stuttgart und Darmstadt, die zuletzt noch vor München lagen, konnten ihre Werte stärker senken.

Besser sieht es in anderen bayerischen Großstädten aus. Nürnberg und Augsburg hatten den Grenzwert 2018 noch überschritten, letztes Jahr lagen sie darunter - wenn auch nur knapp.

Umweltministerin Schulze sieht sich bestätigt

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) begrüßte die Daten. Das zeige, dass Umweltpolitik wirke, sagte sie. Dennoch reichten die bisherigen Maßnahmen noch nicht aus, um den Grenzwert wirklich überall einzuhalten. Die Lösung liegt laut der Ministerin in sauberen Fahrzeugen und einer grundlegenden Mobilitätswende. Ähnlich sieht es auch das Umweltbundesamt. Die Behörde nennt unter anderem Tempolimits, Fahrverbote oder Softwareupdates für Dieselautos als Gründe für die besseren Zahlen.

Niedrigere Schadstoffwerte dank Corona erwartet

Für 2020 erwartet das Umweltbundesamt nochmal niedrigere Werte. Die Stickoxidbelastung sei an manchen Orten um bis zu 40 Prozent zurückgegangen. Grund dafür sei die Corona-Krise.

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