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Immer mehr Mütter nehmen Elternzeit | BR24

© pa / dpa / R4200

Mutter mit Kindern

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    Immer mehr Mütter nehmen Elternzeit

    Immer mehr Mütter nehmen Elternzeit und kehren danach früher in den Job zurück. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Trotz Elterngelds sind aber 30 Prozent der Mütter von Kleinkindern gar nicht erwerbstätig.

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    Während demnach im Jahr 2006 rund 27 Prozent der Mütter zwischen Geburt und erstem Geburtstag ihres Kindes in Elternzeit waren, verdoppelte sich der Anteil auf knapp 60 Prozent aller Mütter im Jahr 2014. Im zweiten Lebensjahr des Kindes - also zwischen erstem und zweitem Geburtstag - waren hingegen mehr Mütter berufstätig: Es arbeiteten rund 43 statt zuvor 35 Prozent. Auch im dritten Lebensjahr nahm der Anteil berufstätiger Mütter zu.

    Ob die Einführung des Elterngeldes 2007 für diese Entwicklung verantwortlich ist, ist laut IW nicht abschließend zu klären. Dennoch lasse sich sagen, "dass Mütter heute deutlich früher wieder in den Arbeitsmarkt zurückkehren".

    Kurzes Aussetzen macht Betrieben Probleme

    Arbeitgeber und Gewerkschaften begrüßten die Zahlen gleichermaßen. Der Arbeitgeberverband BDA verwies jedoch darauf, dass es für Unternehmen schwieriger geworden sei, für Mütter geeignete Vertretungen zu finden, wenn sie kürzer aussetzten.

    Den Gewerkschaften fehlt Flexibilität

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) meinte hingegen, Mütter und Väter hätten weiterhin Schwierigkeiten, ihren Wünschen entsprechend in den Job zurückzukehren. Es seien viele Fälle bekannt, in denen Arbeitgeber die Rückkehr von Müttern in Teil- oder später Vollzeit zu verzögern versuchten. "Flexibilität im Sinne der Beschäftigten" werde vielerorts vermisst.

    Die Studie des IW zeigt weiterhin, dass trotz Elterngelds rund 30 Prozent aller Mütter von Kleinkindern unter vier Jahren gar nicht erwerbstätig sind (Zahlen von 2014). Diese Zahl bezeichnete der Arbeitgebersprecher als "eindeutig zu hoch". Den Grund dafür sah er in falschen Anreizen bei Steuern und Sozialabgaben.