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"Ibiza-Video": Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Strache | BR24

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Die österreichische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Sie verdächtigt ihn der Untreue.

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"Ibiza-Video": Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Strache

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien hat im Zusammenhang mit dem "Ibiza-Video" Ermittlungen gegen Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-Fraktionschef Johann Gudenus (FPÖ) eingeleitet. Es geht um den Vorwurf der Untreue.

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Die Ermittlungen betreffen das "Ibiza-Video", das "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" am 17. Mai, kurz vor der Europawahl, veröffentlicht hatten. In dessen Folge zerbrach die rechtskonservative Regierungskoalition von ÖVP und FPÖ in Österreich.

Spekulationen über Spenden an die FPÖ

Die bereits 2017 heimlich gefilmten Aufnahmen zeigen den damaligen FPÖ-Chef Strache sowie Gudenus im Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Investorin. Strache stellt dabei nicht nur Staatsaufträge als Gegenleistung für Wahlkampfhilfe in Aussicht, sondern behauptet auch, dass einige Unternehmer zwischen 500.000 und zwei Millionen Euro über einen parteinahen Verein an die FPÖ gespendet hätten. Diese reagierten mit Dementis. Einen Tag nach der Veröffentlichung trat Strache als Parteichef und Vizekanzler zurück, Gudenus trat sogar aus der FPÖ aus.

Weiterer FPÖ-Politiker im Visier

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte gegenüber den Medien, dass im Rahmen des "Ibiza-Skandals" noch gegen weitere unbekannte Personen ermittelt werde. Bekannt ist, dass sich die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in dieser Sache auch für den FPÖ-Abgeordneten Markus Tschank interessiert, dessen Immunität heute aufgehoben wurde. Tschank war in mehreren FPÖ-nahen Vereinen aktiv.