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Hunderte Briten fliehen aus Quarantäne in der Schweiz | BR24

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Aus dem bei Briten sehr beliebten Schweizer Skiort Verbier sind hunderte Gäste überraschend abgereist. Die Behörden hatten sie wegen der neuen ansteckenden Virus-Variante rückwirkend zu einer Quarantäne verpflichtet.

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Hunderte Briten fliehen aus Quarantäne in der Schweiz

Aus dem Schweizer Skiort Verbier sind hunderte Gäste aus Großbritannien überraschend abgereist. Grund: Die Behörden hatten sie wegen der neuen Coronavirus-Variante rückwirkend zu einer Quarantäne verpflichtet.

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Von
  • Dietrich Karl Mäurer
  • BR24 Redaktion

Im Schweizer Skiort Verbier haben sich hunderte Touristen aus Großbritannien teils über Nacht verdrückt. Sie wollten offenbar nicht länger der Quarantäne-Anordnung nachkommen. Rund um die Uhr mit der ganzen Familie in einem Hotelzimmer festzusitzen - das war ihnen wohl zu viel geworden.

In dem noblen Skiort im Kanton Wallis nahe zu Frankreich und Italien zählte man vor dem Weihnachtsfest mehr als 400 Besucherinnen und Besucher aus Großbritannien, für die wegen der dortigen Coronavirus-Mutation sehr kurzfristig Quarantäne verfügt worden war.

Etwa fünfzig von ihnen reisten umgehend ab, weitere in den darauffolgenden Tagen. Von den Gästen aus Großbritannien waren am Wochenende nur noch weniger als ein Dutzend anwesend. Das bestätigte ein Gemeindesprecher.

Einige Briten meldeten sich inzwischen aus Frankreich

Die Abreise der Gäste fiel in den Hotels erst auf, nachdem die vor den Zimmertüren abgestellten Frühstückstabletts nicht angerührt worden waren. Der Gemeindesprecher zeigte Verständnis für die Abreise: "Da saßen Familien mit kleinen Kindern plötzlich auf 20 Quadratmetern fest", sagte er. "Das war nicht auszuhalten."

Inzwischen hätten sich einige Gäste aus dem benachbarten Frankreich gemeldet. Dort sind zwar die Skipisten geschlossen, aber die Urlauberinnen und Urlauber aus Großbritannien können wenigstens an die frische Luft.

Schweiz reagierte auf Corona-Mutation

Die Schweiz hatte am 20. Dezember alle Flüge aus Großbritannien und Südafrika gestoppt, weil in den Ländern neue und mutmaßlich noch ansteckendere Varianten des Coronavirus nachgewiesen worden waren. Die Behörden ordneten an, dass alle seit dem 14. Dezember Eingereisten rückwirkend für zehn Tage ab Ankunftsdatum in Quarantäne mussten.

In der Eidgenossenschaft wurden inzwischen mehrere Ansteckungen mit dem neuen Virustyp bestätigt.

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