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Hongkong: Protestaktionen in U-Bahnen und an Schulen | BR24

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In Hongkong hat es zwei Tage nach den schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten am Montag neue Proteste gegeben. Demokratie-Aktivisten blockierten U-Bahnen, bildeten Menschenketten an Schulen und riefen zum Generalstreik auf.

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Hongkong: Protestaktionen in U-Bahnen und an Schulen

In Hongkong hat es zwei Tage nach den schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten am Montag neue Proteste gegeben. Demokratie-Aktivisten blockierten U-Bahnen, bildeten Menschenketten an Schulen und riefen zum Generalstreik auf.

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Nach den schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei vor zwei Tagen hat es in Hongkong am Montag wieder Proteste gegeben.

Blockaden von U-Bahnen lösen Chaos im Berufsverkehr aus

Schwarzgekleidete Demonstranten blockierten im morgendlichen Berufsverkehr die Türen zahlreicher U-Bahnen und hielten sie so von der Weiterfahrt ab. Dem Zugriff von Polizisten versuchten sie sich durch schnelle Standortwechsel zwischen Haltestellen zu entziehen. Beamte an der Station Lok Fu bekamen einige Protestierende zu fassen, traktierten sie mit Schlagstöcken und nahmen eine Person fest. Drei weitere Aktivisten wurden an der Haltestelle Lai King festgenommen. Es kam zu erheblichen Verspätungen in dem täglich von Millionen Fahrgästen genutzten U-Bahn-Netz.

Menschenketten vor Hongkonger Schulen

Am ersten Tag nach den Sommerferien bildeten Schüler vor etlichen Schulen in der chinesischen Sonderverwaltungszone vor Unterrichtsbeginn lange Menschenketten. Einige trugen Gasmasken, Helme und Schutzbrillen, mit denen sich die Hongkonger Demokratie-Aktivisten vor dem Tränengas der Polizei schützen.

Aufruf zum Generalstreik

Die Protestbewegung rief zudem zu einem neuen Generalstreik auf. Für den Nachmittag haben Studenten eine Demonstration angekündigt. An den Hongkonger Universitäten beginnt an diesem Montag ebenfalls wieder der Unterricht nach der Sommerpause. In der Protestbewegung engagierte Studenten planen jedoch einen zweiwöchigen Uni-Boykott.

In Hongkong gibt es seit drei Monaten Massenproteste für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings. Die Demonstranten fürchten eine zunehmende Beschneidung ihrer im Vergleich zu Festland-China größeren bürgerlichen Freiheiten.

Schwere Zusammenstöße am Wochenende

Die neuen Protestaktionen am Montag folgten auf ein von schweren Zusammenstößen geprägtes Wochenende. Am Samstag war eine Kundgebung eskaliert, als einige Demonstranten auf einer Hauptverkehrsstraße nahe dem Hongkonger Polizeihauptquartier eine Barrikade in Brand setzten. Die Polizei setzte Tränengas, Schlagstöcke und Wasserwerfer mit blauer Farbe gegen die Demonstranten ein.

Am Sonntag belagerten Aktivisten erneut den Hongkonger Flughafen und blockierten mehrere Zufahrtswege. Mindestens ein Dutzend Flüge wurden gestrichen.

Fluggesellschaft warnt Mitarbeiter vor Beteiligung an Generalstreik

Die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific warnte ihre Mitarbeiter davor, sich an dem geplanten Generalstreik am Montag zu beteiligen. Ein Generalstreik am 5. August, bei dem das Leben in der ansonsten emsigen Metropole nahezu zum Stillstand gekommen war, war von der Gewerkschaft der Flugbegleiter unterstützt worden. Cathay Pacific hat seither mindestens vier Mitarbeitern gekündigt, die die Protestbewegung unterstützten.