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Was Bayern vorgemacht hat, gilt jetzt auch bundesweit: Die Priorisierung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca ist aufgehoben. Das hat die Gesundheitsministerkonferenz heute entschieden, so ihr Vorsitzender, Bayerns Gesundheitsminister Holetschek:

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Holetschek: Künftig mehr Flexibilität bei Astrazeneca-Impfstoff

Die Gesundheitsministerkonferenz hat die Priorisierung für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca aufgehoben. Jeder über 18 kann sich damit impfen lassen. Mehr Flexibilität gibt es jetzt auch beim Impfabstand, so Bayerns Gesundheitsminister Holetschek.

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Von
  • Christina Lutz

Was in Bayern schon seit 21. April geht, gilt jetzt auch bundesweit: Die Gesundheitsministerkonferenz hat heute beschlossen, die Priorisierung für Astrazeneca aufzuheben. Heißt: Jeder über 18-Jährige kann sich damit impfen lassen. Die Entscheidung darüber liege bei den Ärzten. "Wir glauben, dass der Arzt das sehr gut entscheiden kann, an wen er diesen Impfstoff abgibt", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) dem BR. "Wir hoffen natürlich, dass das nochmal zur Beschleunigung beiträgt", so der Minister weiter.

Bayern hatte Priorisierung von Astrazeneca bereits im April aufgehoben

In den meisten Bundesländern ist Astrazeneca bisher nur für über 60-Jährige freigegeben, nachdem bei Jüngeren, vor allem Frauen, im Zusammenhang mit der Impfung Hirnvenenthrombosen aufgetreten waren. Neben Bayern hatten auch Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin schon Ende April die Priorisierung aufgehoben.

Kleinerer Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung möglich

Zudem, so Holetschek, hätten die Gesundheitsminister der Bundesländer mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) "nach durchaus kontroverser Diskussion" entschieden, dass der Arzt auch das Intervall zwischen Erst- und Zweitimpfung flexibler gestalten könne. Bisher wird ein Abstand von zwölf Wochen empfohlen. Der könne auf bis zu vier Wochen verkürzt werden, in Abstimmung zwischen Arzt und Impfling. Je länger das Intervall sei, desto höher sei der Schutz, so Holetschek. Aber die Minister hätten mehr Flexibilisierung ermöglichen wollen.

In der Praxis bedeutet diese Entscheidung wohl, dass auch mit Astrazeneca Geimpfte schneller als bisher in den Genuss von Lockerungen für vollständig Geimpfte kommen können.

Impfangebot für Zwölf- bis 18-Jährige bis Ende August

Derzeit läuft das Zulassungsverfahren für den Biontech-Impfstoff für Zwölf- bis 16-Jährige. In der Gesundheitsministerkonferenz seien sich die Minister einig, dass Zwölf- bis 18-Jährige bis Ende August ein Impfangebot bekommen sollen – wenn der Biontech-Impfstoff zugelassen sei, berichtete Holetschek. "Der Bund hat zugesichert, dass wir zusätzliche Impfdosen bekommen, damit das nicht zu sehr verknappt wird." Bayern Gesundheitsminister sprach von einem "ganz wichtigen Signal an die jungen Menschen".

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