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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek

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    Holetschek: "Corona-Lage in Krankenhäusern mehr als ernst"

    Nach einer Videokonferenz mit Ärzten und Krankenhausvertretern berichtet Bayerns Gesundheitsminister Holetschek von einer ernsten Lage in Krankenhäusern. In der dritten Corona-Welle seien die Patienten jünger und länger in Intensivbehandlung.

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    Von
    • Bernhard Heckler

    Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat am Freitagnachmittag in einer Videokonferenz mit Vertretern bayerischer Krankenhäuser und Ärztlichen Bezirksbeauftragten über die aktuelle Corona-Situation im Freistaat beraten. In einem anschließenden Presse-Statement äußerte sich Holetschek besorgt: "Wir stimmen darin überein, dass die Lage mehr als ernst ist."

    Holetschek: "Das Personal ist am Limit"

    In den Krankenhäusern lägen zunehmend mehr Corona-Patienten auf den Intensivstationen, so Holetschek. Aufwachräume müssten zu Intensivstationen umgewandelt werden - das Personal in den Krankenhäusern sei am Limit. Die Verlegung von Patienten, auch unter Beatmung, funktioniere im Moment sehr gut, sei aber für die Kliniken und die Rettungsdienste nur mit sehr großem Aufwand zu bewältigen. "Derzeit stehen noch die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung, aber wenn die Zahlen weiter steigen, werden wir unweigerlich an Grenzen stoßen", so Holetschek.

    Patienten auf Intensivstationen immer jünger

    In der dritten Corona-Welle seien die Patienten nicht nur jünger, sondern lägen auch länger auf den Intensivstationen als noch in der zweiten Corona-Welle. Dass ein jüngerer Patient mehr als vier Wochen auf der Intensivstation liege, sei keine Seltenheit."

    Die Vertreter der Krankenhäuser würden sich auch zunehmend um die Nicht-Corona-Patienten sorgen, so Holetschek - etwa, weil die Menschen seit Wochen seltener zum Arzt oder ins Krankenhaus gingen und oder zu spät und erst mit starken Symptomen in Behandlung kämen. Die Ärzte berichteten zudem, dass sich die Intensivstationen jetzt, bei der frühlingshaften Witterung, mit Patienten füllen, die sich bei risikobehafteten Freizeitaktivitäten verletzen.

    Die frühe Impfung des Krankenhauspersonals zahle sich zwar aus, sagte Holetschek. Dadurch sei auch eine Änderung der Quarantäneregeln beim medizinischen Personal ermöglicht worden. Dennoch sei es unbedingt notwendig, die Infektionszahlen zu drücken.

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