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Höchster Wert seit April: Über 2.500 Corona-Neuinfektionen | BR24

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In Deutschland sind weitere 2.507 Corona-Tests positiv ausgefallen, so das RKI. Damit steigt die Gesamtzahl auf 282.730. Neun weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Die Zahl der Todesfälle summiert sich auf bislang 9.452.

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Höchster Wert seit April: Über 2.500 Corona-Neuinfektionen

Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2.507 neue Corona-Infektionen. Der R-Wert liegt nach RKI-Schätzungen bei 1,08. Das heißt, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt.

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Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat den höchsten Wert seit April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2.507 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag bekanntgab. Am Freitag hatte die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle bei 2.153 gelegen.

Höhepunkt der Ansteckungen Ende März/Anfang April

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben demnach mindestens 282.730 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 26.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.452. Das sind 9 mehr als am Vortag. Rund 249.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2.000 (2.034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Ein Mensch steckt im Mittel einen weiteren an

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,08 (Vortag: 0,91). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI einen Sieben-Tage-R-Wert an, der weniger tagesaktuellen Schwankungen unterliegt. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen und lag zuletzt bei 1,05 (Vortag: 1,01).

Mediziner: Corona-Lage wird nicht mehr so dramatisch wie im Frühjahr

Die Corona-Situation in Deutschland wird sich nach Einschätzung des Intensivmediziners Uwe Janssens nicht wieder so zuspitzen wie im Frühjahr. Zwar würden die Totenzahlen in den kommenden Wochen weiter steigen, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir werden aber nicht wieder eine dramatische Lage wie im Frühjahr bekommen. Die Intensivmediziner wissen heute viel mehr über erfolgreiche Behandlungsmöglichkeiten und können medikamentös gezielter eingreifen." Außerdem würden besonders gefährdete Gruppen inzwischen besser geschützt.

Zwei Landkreise in Bayern reißen Obergrenze

In Bayern wurden derweil 380 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Zwei bayerische Landkreise überschreiten momentan den Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen: Im Landkreis Dingolfing-Landau liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 66,52. Im Landkreis Rhön-Grabfeld beträgt der Wert 53,96.

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Die Obergrenze bei den Corona-Neuinfektionen wird aktuell von zwei Landkreisen überschritten: Dingolfing-Landau und Rhön-Grabfeld haben deshalb bereits Auflagen erlassen. Bundesweit fordert der Landkreistag einen "Besucher-Deckel" für Privatfeiern.

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