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Hochwasserschäden in der Eifel

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    Versicherer: Flutkatastrophe richtete Milliardenschäden an

    Die Versicherungsbranche rechnet mit versicherten Hochwasserschäden in Höhe von vier bis fünf Milliarden Euro. Das seien Schätzungen nur für Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Schäden in Bayern und Sachsen sind noch gar nicht mit eingerechnet.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Die deutschen Versicherer müssen nach ersten Schätzungen bis zu fünf Milliarden Euro für die Schäden zahlen, die das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz angerichtet hat. Die Hochwasserkatastrophe gehöre damit "zu den verheerendsten Unwettern der jüngeren Vergangenheit", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen. Die Schäden in Bayern und Sachsen seien dabei noch gar nicht berücksichtigt.

    Teuerste Naturkatastrophe der jüngeren Zeit

    Das Tief "Bernd" wäre damit die teuerste Naturkatastrophe in Deutschland in diesem Jahrtausend. Die Schäden dürften sogar noch über den 4,65 Milliarden Euro liegen, die das Hochwasser an Elbe und Oder im August 2002 verursacht hatte, so der GDV-Hauptgeschäftsführer .

    "Insgesamt dürfte dieses Jahr mit Stürmen, Überschwemmungen, Starkregen und Hagel zum schadenträchtigsten Jahr seit 2002 werden", sagte Asmussen. Damals hatte der versicherte Schaden aus Unwettern bei 10,9 Milliarden Euro gelegen.

    Schon vor den jetzigen Überflutungen in der Eifel waren die Gewitter- und Hagelschäden vielerorts überdurchschnittlich hoch, wie der GDV berichtet. Bereits im Juni hatten Starkregen und Hagel einen geschätzten versicherten Schaden von 1,7 Milliarden Euro verursacht.

    Immobilien und Infrastruktur immer teurer

    Dass die Schäden hoch sind, liegt nicht nur an der Natur. Der Rückversicherer Munich Re macht "sozioökonomische Veränderungen" mitverantwortlich: "Das heißt, in den betroffenen Gebieten steigt die Dichte und der Wert von Immobilien und Infrastruktur, den sogenannten Exposures." Das Ausmaß der Schäden füge sich in die Beobachtung der vorangegangenen Jahre ein, sagte ein Sprecher.

    Eine genaueres Bild der Unwetterschäden dieses Jahres wird sich im August ergeben, wenn die börsennotierten Versicherungskonzerne ihre Halbjahresbilanzen vorlegen. Sicher sagen lässt sich jetzt schon, dass die tatsächlichen Schäden höher sein werden als die von den Versicherungen bezahlten Summen.

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