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Die anhaltende Hitzewelle hat in Kanada vermutlich zum Tod von mindestens 233 Menschen geführt. Am Dienstag wurde ein neuer landesweiter Temperaturrekord verzeichnet: In der Provinz British Columbia wurden 49,6 Grad Celsius gemessen.

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Mindestens 233 Todesfälle in Kanada wegen Hitzewelle

Die anhaltende Hitzewelle hat in Kanada vermutlich zum Tod von mindestens 233 Menschen geführt. Am Dienstag wurde ein neuer landesweiter Temperaturrekord verzeichnet: In der Provinz British Columbia wurden 49,6 Grad Celsius gemessen.

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  • BR24 Redaktion

Die Hitzewelle hat in Kanada vermutlich zum Tod von mindestens 233 Menschen geführt. Wie die Polizeibehörden mitteilten, wurden die Todesfälle im Großraum von Vancouver registriert, ein Zusammenhang mit der Hitzewelle liege nahe. Vancouver ist die größte Stadt in British Columbia, dem Teil Kanadas, der von der Hitze besonders stark betroffen ist. Behörden befürchten, dass die Totenzahl wegen Nachmeldungen noch steigen wird. Seit mehreren Tagen verzeichnet der kanadische Wetterdienst dort immer wieder Temperaturrekorde, die aktuelle Höchstmarke liegt bei 49,6 Grad Celsius, gemessen in dem Dorf Lytton.

Der Regierungschef rät zu kalten Kompressen

"Wir befinden uns mitten in der heißesten Woche, die British Columbia je erlebt hat", sagte der Premierminister der Provinz an der Westküste des Landes, John Horgan, bei einer Pressekonferenz. Er rief dazu auf, nach Menschen zu sehen, die gefährdet sein könnten, kalte Kompressen im Kühlschrank aufzubewahren und sich im kühlsten Teil des Hauses aufzuhalten. "Vancouver hat noch nie eine derartige Hitze erlebt, und leider sterben Dutzende von Menschen daran", sagte Polizeichef Steve Addison.

Hitzewarnungen für mehrere Provinzen

Das kanadische Umweltministerium gab Warnungen für mehrere Provinzen heraus, die besagen, dass die "anhaltende, gefährliche und historische Hitzewelle diese Woche andauern wird".

Temperaturrekorde auch im Nordwesten der USA

Auch in den US-Städten Portland, Oregon und Seattle im Nordwesten der USA wurden die höchsten Temperaturen seit Beginn der dortigen Aufzeichnungen im Jahr 1940 gemessen. Klimaanlagen und Ventilatoren waren vielerorts ausverkauft. Menschen suchten zum Teil in Tiefgaragen oder in ihren klimatisierten Autos Schutz vor der Hitze. Im Bundesstaat Washington starben den Behörden zufolge drei Männer zu Hause an einem Hitzschlag, aus Oregon wurden ebenfalls drei Tote gemeldet.

Klimawandel macht die "Hitzekuppel" wahrscheinlicher

Für die extreme Hitze verantwortlich ist das Phänomen der "Hitzekuppel", das heißt, der Hochdruck in der Atmosphäre hält die heiße Luft in der Region fest. Laut den Wetterexperten der "Washington Post" ist die Intensität dieser Hitzekuppel "statistisch gesehen so selten, dass sie im Durchschnitt nur einmal alle paar tausend Jahre zu erwarten" sei. Der vom Menschen verursachte Klimawandel habe allerdings "diese Art von außergewöhnlichen Ereignissen wahrscheinlicher gemacht".

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Die Hitzewelle in Kanada und in den USA hat bislang mindestens 239 Menschen das Leben gekostet. Verantwortlich für die anhaltenden hohen Temperaturen ist eine "Hitzekuppel".

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