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Hitzealarm in Südaustralien | BR24

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Die anhaltenden Brände gefährden die Wasserversorgung von Sydney.

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Hitzealarm in Südaustralien

Extreme Temperaturen erschweren der Feuerwehr in Australien weiter die Arbeit. In Südaustralien riefen die Behörden angesichts von Temperaturen von 42 Grad "Alarmstufe rot" aus. Sorgen bereitet die Wasserversorgung in Sydney.

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Hitzealarm in Südaustralien, Brandbekämpfung vor der nächsten Hitzewelle weiter östlich in New South Wales: Australien bleibt auch in den letzten Tagen des Jahres mit extremen Wetterbedingungen konfrontiert. Im Staat Südaustralien riefen die Behörden angesichts von Temperaturen von 42 Grad Celsius Alarmstufe rot aus. Damit soll Vorsorge getroffen werden, dass Obdachlose Schutz vor Hitze und Dehydration erhalten.

In New South Wales nutzten und 1.300 Feuerwehrleute eine vorübergehende Abkühlung, um Brandschneisen zu schlagen, bevor die Busch- und Waldbrände mit Eintreffen der am Wochenende erwarteten Hitzewelle dort noch gefährlicher werden.

Die neuerliche Hitzewelle wird nach Angaben der Meteorologen bis Montag andauern. Weiter östlich wurden hochsommerliche Temperaturen am Wochenende erwartet: In Sydney am Sonntag 31 Grad und am Dienstag 35 Grad. In westlichen Vororten könnten es am Sonntag aber auch bis zu 41 Grad heiß werden.

Sorge um Sydneys Wasserversorgung

Die anhaltenden Brände gefährden schon jetzt die Wasserversorgung in Sydney. Die Feuerwehr konzentriere sich darauf, die Wasserwerke, Pumpstationen, Leitungen und andere Infrastruktur rings um die größte Stadt des Landes zu schützen, teilten die Behörden mit.

Bislang sei trotz der weitreichenden Zerstörung die Wasserinfrastruktur nicht beschädigt worden, sagte ein Sprecher des Wasserversorgers WaterNSW. Durch die angekündigte Hitzewelle könnten sich die Buschbrände besonders in der Nähe des Warragamba-Dammes ausweiten. Asche und verbranntes Material könnten die Qualität des Wassers verschlechtern.

Der Warragamba-Damm liegt rund 65 Kilometer westlich von Sydney und dient der Wasserversorgung von 80 Prozent der fünf Millionen Einwohner.

Hilfe durch Streitkräfte

Im Kampf gegen die massiven Buschbrände werden die Feuerwehrleute jetzt verstärkt von den Streitkräften unterstützt. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass ab sofort Verbindungsoffiziere in den 14 regionalen Feuerwehrzentralen des Bundesstaats New South Wales eingesetzt würden. Sie sollen bei der Koordinierung der Brandbekämpfung helfen, da unter anderem die Luftwaffe bereits bei der Betankung von Löschflugzeugen oder beim Transport von Feuerwehrleuten hilft. "Diese Unterstützung im Hintergrund durch die Streitkräfte stellt mehr Feuerwehrleute frei für ihre eigentliche, spezialisierte Aufgaben bei der Brandbekämpfung", sagte Verteidigungsministerin Linda Reynolds in einer Erklärung.

Regierungschef Scott Morrison brachte unterdessen die Möglichkeit, militärisches Gerät zur Unterstützung der rund 2000 Feuerwehrleute einzusetzen, ins Gespräch. "Wir werden weiterhin alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass unsere Feuerwehrleute alle benötigten Ressourcen und Unterstützung erhalten", sagte er. Üblicherweise werden Australiens Streitkräfte nicht im Inland eingesetzt.

In den vergangenen Monaten verbrannten in Australien fünf Millionen Hektar Buschland und Wald. Neun Menschen kamen ums Leben, mehr als 950 Häuser wurden von den Flammen zerstört.