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Hitze: Ansturm auf Bayerns Badeseen - Volle Strände an der Küste | BR24

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Bei Temperaturen von bis zu 37 Grad tummelten sich auch am Samstag (08.08.2020) wieder tausende Menschen an fränkischen Badeseen

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Hitze: Ansturm auf Bayerns Badeseen - Volle Strände an der Küste

Endlich Sommer: Strandbäder, Freibäder und Badeseen sind voll. Wer nicht rechtzeitig da ist, muss draußen bleiben - das gilt für viele Regionen in Bayern. An Nord- und Ostsee warnen mehrere Strandbäder wegen des Ansturms vor der Anreise.

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Der Sommer ist da - und es ist richtig heiß. Kein Wunder, dass die Strandbäder, Seen und Freibäder einen Ansturm erleben. Im Monte Mare Strandbad am Tegernsee zum Beispiel waren die Kapazitäten am Samstag schnell erreicht: Alle 110 Plätze waren pausenlos belegt. Die Mitarbeiter mussten immer wieder neue Besucher abweisen, um die wegen der Corona-Krise geltenden Abstandsregeln einhalten zu können.

Im Familienbad am Plärrer in Augsburg konnten wenige Glückliche auch ohne Reservierung am Samstag noch Plätze ergattern, aber auch hier waren den ganzen Tag über alle verfügbaren Plätze belegt.

Volle Parkplätze in Mittelfranken

Und auch in Mittelfranken waren die Badeseen gut besucht: Am Brombachsee waren viele Parkplätze schnell überfüllt; auch am Rothsee und am Happurger See war es voll. Die Polizei bat auf Twitter, nicht mehr mit dem Auto anzureisen.

Zudem weisen die Beamten darauf hin, dass das Wildcampen und Übernachten am Ufer der Seen nicht gestattet ist. Zuvor hatte die Polizei bereits mitgeteilt, dass neben den üblichen Beamten auch Polizeireiter und Hubschrauber im Einsatz sein werden. Aufgrund der eingeschränkten Urlaubs- und Reisemöglichkeiten käme es laut Polizei zu einem massiven Aufkommen von Urlaubern und Tagesbesuchern.

Besucherandrang auch an der Nord- und Ostsee

Nicht nur in Bayern, auch in anderen Regionen in Deutschland war jede Menge los: Wegen eines starken Urlauberandrangs an den Nord- und Ostseestränden Schleswig-Holsteins rieten viele Kur- und Badeorte bereits am Samstagmittag dringend von weiteren Anreisen ab. Gerade an der Ostsee seien bereits mittags viele Strände an ihrer maximalen Kapazität angelangt, teilten die Tourismus- und Kurdirektionen mit. In der Lübecker Bucht sei es dabei besonders voll.

Scharbeutz' Bürgermeisterin Bettina Schäfer riet dringend von einer Anreise ab. Die Kurdirektion am Timmendorfer Strand empfahl, ebenfalls von einer Fahrt in die Lübecker Bucht abzusehen. Die Strandampel auf der Website strandticker.de stand vielerorts auf rot.

Verstopfte Straßen in St.Peter-Ording

An der Nordsee war es vor allem in St. Peter-Ording eng - allerdings nicht wegen voller Strände: Vielmehr seien verstopfte Zufahrten das Problem, teilte die Tourismusdirektion mit. Eine Anreise solle ab Mittag nicht mehr möglich sein, Autos würden bereits abgeschleppt.

Kein Chaos im Oberpfälzer Seenland

Auch im Allgäu waren die Badestellen laut Polizei zwar stark frequentiert, allerdings lagen der Einsatzzentrale in Kempten zunächst keine Meldungen über größere Verstöße vor.

Im Oberpfälzer Seenland blieb das befürchtete Chaos hingegen aus. Dort waren am vergangenen Wochenende zahllose Besucher an die Ufer des Steinberger und Murner Sees geströmt und hatten für massive Verkehrsprobleme gesorgt. An diesem Samstag war die Situation bis zum frühen Nachmittag deutlich entspannter. Die Parkplätze an den Seen waren zwar gut besucht- aber nicht überfüllt. Auch die Rettungswege blieben laut Polizei frei.

Badeverbot an der Isar in München

Kein Badespaß hingegen in München: Wegen des aktuellen Hochwassers verbietet München im gesamten Stadtgebiet das Baden und Bootfahren in der Isar. Die Isar führt den Angaben zufolge derzeit sehr viel Treibholz mit und weist eine starke Trübung sowie Strömung auf. Von Seiten der Stadt heißt es wörtlich: "Es besteht eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben, wenn Personen in der Isar baden oder die Isar mit Booten und sonstigen Schwimmkörpern jeglicher Art befahren." Sobald sich die Verhältnisse entspannen wird die Aufhebung des Verbots geprüft.

Hohe Waldbrandgefahr auch in Bayern

Neben all dem Badespaß hat die Hitze auch Nachteile: Vor allem für Franken warnte der Deutsche Wetterdienst vor hoher Waldbrandgefahr. In Mittelfranken sei das Risiko besonders hoch. Dort kontrollierte die Regierung daher am Wochenende die Wälder und eine mögliche Rauchentwicklung mit Beobachtungsflügen. Um die Brandgefahr zu senken, gilt in Wäldern noch bis zum 31. Oktober Rauchverbot. Auch das Parken auf trockenem Gras soll vermieden werden, weil sich ein Feuer am heißen Katalysator leichter entzünden kann.

Am Waldbrandrisiko ändert sich so bald erst mal nichts, denn am Sonntag steigen die Temperaturen noch einmal leicht an. Auch in der kommenden Woche bleibt es heiß. Die Meteorologen warnen aber auch vor schweren Gewittern und lokalem Starkregen.

© BR

An Bayerns Seen, wie zum Beispiel am Starnberger See, herrscht so viel Betrieb wie selten zuvor. Abstand halten fällt da oft schwer für Besucher, aber auch für die Rettungskräfte der Wasserwacht. Die haben in diesem Jahr besonders viel zu tun.

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