BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Hillary Clinton: "Das ist sehr schmerzhaft" | BR24

© Reuters/Barria

Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton (rechts) neben ihrem Ehemann Bill Clinton bei ihrer ersten Ansprache in New York nach der Wahlniederlage.

Per Mail sharen

    Hillary Clinton: "Das ist sehr schmerzhaft"

    Stunden hat es gedauert: Erst nach der Wahlnacht in den USA hat sich die demokratische Präsidentschaftbewerberin Clinton am nächsten Tag in New York öffentlich geäußert. Trotz ihrer Niederlage schlug sie versöhnliche Töne an.

    Per Mail sharen

    Gegen 11.40 Uhr Ortszeit (17.40 MEZ) hat sich Hillary Clinton am Mittwoch in New York erstmals wieder nach der verlorenen US-Wahl öffentlich gezeigt. Gleich zu Beginn ihrer Ansprache in einem Hotel in Manhattan bot sie dem republikanischen Konkurrenten Donald Trump ihre Zusammenarbeit an - trotz der Wahlniederlage. "Das ist sehr schmerzhaft, und das wird es lange bleiben", sagte die 69-Jährige.

    Für friedliche Übergabe der Macht

    Doch es gehe nicht um sie, sondern um das Land. Amerika sei tiefer gespalten, als sie selbst angenommen habe. "Donald Trump wird unser nächster Präsident sein", sagte sie. Das müsse akzeptiert werden. Eine friedliche Übergabe der Macht werde nicht nur akzeptiert, sondern sogar zelebriert. "Ich hoffe, dass er ein erfolgreicher Präsident für alle Amerikaner sein wird."

    Man müsse gemeinsam klar machen, dass der amerikanische Traum groß genug für jedermann sei. "Unsere Verantwortung als Bürger liegt darin, an einem besseren Amerika mitzuarbeiten", betonte Clinton.

    Sie lobte den Fleiß der Wahlhelfer und bedankte sich bei den Spendern. "Wir haben die Glasdecke nicht zertrümmern können", sagte sie mit Blick auf ihr Ziel, erste Präsidentin der USA zu werden. "Aber irgendwann wird es jemand tun, hoffentlich früher als später."

    Bill Clinton ergriffen


    Man solle nie aufhören, für etwas zu kämpfen, an das man glaube. "Lasst den Mut nicht sinken, es gibt noch so viel zu tun", sagte Clinton in ihrer sehr emotionalen Rede. Sie wurde von ihren Anhängern mit tosendem Beifall verabschiedet. Ex-Präsident Bill Clinton hatte Mühe, seine Tränen zurückzuhalten.