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Hilfsorganisation schätzt: 85 000 Kinder im Jemen verhungert | BR24

© dpa-Bildfunk/Mohammed Mohammed

Jemen, Hadscha: Eine Frau hält ein unterernährtes Kind in einem Krankenhaus in der Provinz Hadscha.

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    Hilfsorganisation schätzt: 85 000 Kinder im Jemen verhungert

    Seit dem Ausbruch des Konflikts im Jemen sind nach Schätzung der Hilfsorganisation "Save the Children" rund 85.000 Kleinkinder an Hunger und Krankheit gestorben. Der Save-The-Children-Direktor betonte, der Hungertod könne verhindert werden.

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    Im Bürgerkriegsland Jemen sind nach Schätzungen der Hilfsorganisation Save the Children zwischen April 2015 und Oktober 2018 möglicherweise 85 000 Kinder unter fünf Jahren an Hunger und Krankheiten gestorben.

    Hungersnot im Jemen: 1,3 Millionen Kinder betroffen

    Nach Angaben der Organisation basiert die "zurückhaltende" Schätzung auf durchschnittlichen Sterblichkeitsraten bei schwerer akuter Unterernährung. Von dieser waren nach UN-Angaben seit März 2015 mehr als 1,3 Millionen Kinder betroffen.

    Das Leid ist "absolut vermeidbar"

    "Für jedes Kind, das von Bomben und Kugeln getötet wird, verhungern Dutzende, und es ist völlig vermeidbar", erklärte Tamer Kirolos, Jemen-Direktor der Organisation, am Mittwoch. "Kinder, die auf diese Art sterben, leiden immens", fügte er hinzu.

    Krieg im Jemen: Große Teile des Landes vom Verhungern bedroht

    Ein von Saudi-Arabien geführtes Bündnis versucht seit März 2015 im Kampf gegen Huthi-Rebellen, die international anerkannte Regierung Jemens wieder an die Macht zu bringen. Bei den Kämpfen sind Zehntausende Menschen getötet worden. Große Teile des Landes - mehr als acht Millionen Menschen - sind vom Verhungern bedroht.

    Von
    • BR24 Redaktion
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