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Pfleger, Ärzte, Helfer tragen Schutzkleidung und arbeiten am 27. Januar 2021 auf der Corona-Intensivstation in einem Militärhospital in Portugal.

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    Hilfe für Portugal: Bundeswehr startet am Mittwoch

    Bereits am Mittwoch will die Bundeswehr Ärzte und medizinisches Material wie Krankenbetten und Beatmungsgeräte nach Portugal schicken. Das teilte das Verteidigungsministerium am Abend mit. Portugal ist von den Corona-Mutationen schwer betroffen.

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    Von
    • Kai Küstner

    Sowohl Personal als auch jede Menge Material wird die große A400M-Transportmaschine der Bundeswehr enthalten, die am Mittwochvormittag auf die Reise in Richtung Südeuropa geschickt wird: Ein Team von insgesamt 26 Ärzten, Pflegern und Hygienefachleuten soll den derzeit völlig überlasteten Portugiesen zur Seite stehen. Und zwar sollen die Deutschen sowohl bei der Behandlung von Patienten helfen als auch beim Erarbeiten von Hygiene-Plänen für die Kliniken. Vorgesehen ist deren Einsatz für zunächst drei Wochen. Eine Verlängerung schließt man im Verteidigungsministerium nicht aus.

    50 Atemgeräte an Bord

    Mit im Gepäck hat das von Wunstorf in Niedersachsen startende Team jede Menge medizinisches Material: Insgesamt 50 Atemgeräte (40 mobile, 10 stationäre) stellt Deutschland den Portugiesen zur Verfügung. Hinzu kommen 150 Feld-Krankenbetten sowie 150 Infusionsgeräte.

    Mit im Gepäck hat das von Wunstorf in Niedersachsen startende Team jede Menge medizinisches Material: Insgesamt 50 Atemgeräte (40 mobile, 10 stationäre) stellt Deutschland den Portugiesen zur Verfügung. Hinzu kommen 150 Feld-Krankenbetten sowie 150 Infusionen.

    Portugal bittet Deutschland um Hilfe

    In Portugal waren die Ansteckungszahlen zuletzt rasant gestiegen, es grassiert die Corona-Virus-Mutation aus Großbritannien. Kliniken und Personal sind völlig überlastet. Deshalb hatte das EU-Land die Bundesregierung um Hilfe gebeten. Für Portugal und andere Staaten gilt in Deutschland derzeit eine Einreisesperre.

    Sicherheitsvorkehrungen für Ärzte und Pfleger

    Sämtliche Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte, die sich nun in Richtung Portugal aufmachen, wurden mindestens ein Mal mit dem mit dem Impfstoff Moderna geimpft. Das geht aus einer Unterrichtung für den Verteidigungsausschuss des Bundestages hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Die zweite Impfdosis soll dann vor Ort verabreicht werden. Zudem werden die Sanitätskräfte mit besonders sicheren FFP-3-Masken und doppelten Handschuhen ausgerüstet, wie auch hierzulande auf Corona-Stationen üblich.

    Vergangene Woche hatte bereits ein Erkundungsteam der Bundeswehr den Bedarf des EU-Partners Portugal ermittelt. Nur wenige Tage nach dessen Rückkehr startet der Hilfseinsatz nun also.

    Bundeswehr half auch in Frankreich und Italien

    Bereits im Frühjahr 2020 hatte die Bundeswehr dem französischen Nachbarn und auch Italien bei der Verlegung von Corona-Patienten in deutsche Kliniken geholfen. In der Bundesrepublik selbst sind derzeit über 5.000 Soldatinnen und Soldaten in den Gesundheitsämtern bei der Pandemiebekämpfung im Einsatz. Knapp 2.400 helfen bei Impfungen, hinzu kommen mehr als 1000, die Alten- und Pflegeheimen unter die Arme greifen. Die Truppe hält eine Krisen-Reserve von rund 20.000 Soldatinnen und Soldaten vor, die auf Antrag ziviler Stellen in Corona-Zeiten helfen können. Da diese Reserve langsam als ausgeschöpft gilt, wird über eine Aufstockung nachgedacht.

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