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Heute Nacht Super Bowl - in abgespeckter Version | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Octavio Jones

Blick auf die Tribünen des Raymond James Stadium in Tampa, USA (Archivbild)

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    Heute Nacht Super Bowl - in abgespeckter Version

    Auch der Super Bowl ist ein Opfer der Pandemie: weniger Werbung, weniger Show und im Stadion nur ein Drittel der Zuschauer. Aber das Spiel findet statt: heute in Florida. Nach mitteleuropäischer Zeit ist es dann bereits Montag 0.30 Uhr.

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    Von
    • Katrin Brand

    Drei Frösche im Teich quaken vor sich hin, und spätestes als das Licht der Leuchtreklame sich im Wasser spiegelt, ist klar, was sie da quaken: Bud-weis-er, wie die amerikanische Biermarke. Mit Spots dieser Art hat Budweiser Geschichte gemacht, doch zum ersten Mal seit fast 40 Jahren wird das Bier diesmal beim Super Bowl nicht beworben. Anheuser Busch, der Mutterkonzern, steckt das Geld stattdessen in einen sehr stimmungsvollen Spot, der fürs Impfen wirbt.

    Viele große Marken sind nicht dabei

    Wollen die Leute lachen oder etwas Ernsthafteres, fragte Paterik im Sender MSNBC. Nicht nur Budweiser, auch andere große Marken sind nicht dabei oder suchen neue Wege. Die Avocados aus Mexiko werden nicht beworben, auch Hyundai und Audi sind nicht dabei. Pepsi bewirbt stattdessen seine Half-Time Show mit Stargast "The Weekend".

    Fünf Millionen Dollar für 30 Sekunden Werbezeit

    Dazu kommt, dass viele Firmen im vergangenen Jahr durch die Pandemie viel Geld verloren haben und nun sparen wollen. Über fünf Millionen Dollar für 30 Sekunden Werbezeit, das ist viel Geld, allerdings für ein sehr großes Publikum von womöglich 100 Millionen Amerikanern. Firmen, die im vergangenen Jahr gut verdient haben, können sich das leisten. Vroom, der Online Autoverkäufer, ist zu ersten Mal dabei und Squarespace, eine Firma für Websiten, hat es geschafft, Dolly Parton zu verpflichten, auch das eine Premiere.

    Einbußen für die Football-Liga

    Auch der Veranstalter, die Football-Liga, muss kämpfen. Die Stadien waren diese Saison wegen Covid leer, der Verkauf von Fan-Artikeln ging zurück und auch der Super Bowl selbst wird Pandemie-mäßig abgespeckt. Das Stadion in Tampa ist gerade zu einem Drittel voll, nur 22.000 Zuschauer dürfen rein, darunter 7.500 geimpfte Beschäftigte des Gesundheitswesens.

    Anti-Rassismus-Proteste hallen nach

    Und dann sind da noch die Anti-Rassismus-Proteste des vergangenen Jahres. Oder wie Patrick Mahomes, der Superstar-Quarterback, es beschreibt: "Mit all der sozialen Ungerechtigkeit und was in dem Bereich passiert ist, mussten wir als Nation einen Weg finden, da besser zu werden." Mahomes, selbst Afroamerikaner, hatte voriges Jahr massiv dafür geworben, wählen zu gehen. Die NFL hat die Proteste ihrer Spieler - 70 Prozent sind schwarz - lange ignoriert oder sogar bestraft. Colin Kaepernick, der Vorreiter, hat seit Jahren keinen Vertrag mehr. Das hat sich nun - unter dem Druck der Spieler und der Fans - verändert.

    Sichtbares Zeichen: Der Super Bowl beginnt mit einem Gedicht. Amanda Gorman, die junge schwarze Poetin, die bei der Amtseinführung von Joe Biden Furore gemacht hat, soll die Arbeit all derer würdigen, die in der Pandemie Leben retten.

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