BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: picture-alliance/dpa

Bundesarbeitsminister Heil hat im Streit um möglicherweise minderwertige Corona-Maske das Vorgehen seines Ministeriums verteidigt. Es habe aus seiner "absolut sauber gehandelt und das können wir auch darlegen", sagte er im Bayern 2-Interview.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Heil zum Maskenstreit: "Ich habe mich durchgesetzt"

Bundesarbeitsminister Heil hat im Streit um möglicherweise minderwertige Corona-Maske das Vorgehen seines Ministeriums verteidigt. Es habe aus seiner "absolut sauber gehandelt und das können wir auch darlegen", sagte er im Bayern 2-Interview.

Per Mail sharen
Von
  • Kerstin Grundmann
  • Iris Härdle

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat im Maskenstreit das Vorgehen seines Ministeriums verteidigt. Hintergrund der Debatte, die die schwarz-rote Koalition belastet, ist der Umgang des Bundesgesundheitsministeriums unter Jens Spahn (CDU) mit angeblich minderwertigen oder nur unzureichend geprüften Corona-Masken, die an benachteiligte Menschen verteilt werden sollten.

Im Interview mit der radioWelt am Morgen auf Bayern 2 sagte Hubertus Heil: "Das ist eine Sachdebatte, die aufgeklärt gehört. In der Demokratie gehört Transparenz dazu. Und da muss man in der Sache bei der Wahrheit bleiben. Mein Ministerium hat aus meiner Sicht absolut sauber gehandelt und das können wir auch darlegen."

Wahlkampfgetöse? Maskenstreit für Heil eine "Sachdebatte"

Tatsache sei, dass er sich als Bundesarbeitsminister dafür eingesetzt habe, dass Menschen mit Behinderung, dass obdachlose Menschen (...) auch hochwertige Masken bekämen. Wörtlich sagte der SPD-Politiker: "Es ist ja unbestritten, das hat auch das Bundesgesundheitsministerium inzwischen bestätigt, dass sie im Verfahren versucht haben, Standards zu senken." Das habe er abgelehnt, so Heil. "Ich habe mich auch durchgesetzt. Für mich ist das eine Sachdebatte und keine parteipolitische Auseinandersetzung."

Worum es beim Maskenstreit geht

Hintergrund der Debatte, die die schwarz-rote Koalition belastet, ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und eine Entschuldigung des Koalitionspartners gefordert, von der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!