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Maas: Weltweite Corona-Reisewarnung soll im Juni wegfallen | BR24

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Außenminister Heiko Maas hält Sommerurlaub auch im europäischen Ausland für möglich, allerdings mit Corona-Einschränkungen. Am Montag will er Gespräche mit zehn Ländern führen, die beliebte Reiseziele der Deutschen sind.

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Maas: Weltweite Corona-Reisewarnung soll im Juni wegfallen

Die Chancen auf Sommerurlaub im Ausland steigen: Die bis Mitte Juni geltende weltweite Reisewarnung soll möglichst nicht ein weiteres Mal verlängert werden. Das kündigte Außenminister Maas an. "Normale" Ferien würden es wegen Corona allerdings nicht.

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  • Christopher Jähnert
  • BR24 Redaktion

Wahrscheinlich werden ab Mitte Juni Reisen in einige beliebte Urlaubsländer wieder möglich sein. Darauf hat Außenminister Heiko Maas am Abend in der ARD Hoffnung gemacht. Es gebe bei der Bekämpfung des Coronavirus in vielen Ländern positive Entwicklungen, sagte er im "Bericht aus Berlin". Die Quarantänevorgaben innerhalb Europas könnten grundsätzlich aufgehoben werden und seien eigentlich nur noch für Drittstaaten nötig.

Maas will darüber morgen mit seinen Amtskollegen in den großen europäischen Urlaubsländern beraten. Zu der Videokonferenz sind Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen. Ziel ist es, die Öffnung der Grenzen zu koordinieren.

Maas: Nirgendwo normaler Sommerurlaub

Maas stellte zudem in Aussicht, dass die weltweite Reisewarnung der Bundesregierung, die aktuell bis 14. Juni gilt, nicht verlängert wird. Nach dem 15. Juni solle es "eigentlich" keine weltweiten Reisewarnungen mehr geben, sagte Maas.

Statt Reisewarnungen soll es dem Minister zufolge Reisehinweise geben. Aus ihnen sollen die deutschen Urlauber erkennen können, wo man mit welchen Risiko hinfahren kann, wo man willkommen ist und welche Regelungen dort gelten.

Maas versuchte aber auch, die Erwartungen zu dämpfen: "Das, was wir als normal empfinden am Sommerurlaub, das wird es dieses Jahr nirgendwo geben. Ich glaube, das kann man auf jeden Fall schon mal sagen." In Italien werde es zum Beispiel Einschränkungen an den Stränden geben. Es müssten auch noch andere Fragen geklärt werden – wie zum Beispiel wie sich der internationale Flugverkehr entwickelt.

Abhängig von Infektionszahlen und Schutzkonzepten

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sagte im Interview mit der "Stuttgarter Zeitung": Die Chancen für Urlaub innerhalb von Europa stünden gut. Er sei überzeugt, "dass die weltweite Reisewarnung nach dem 14. Juni Geschichte sein wird".

Ziel sei, dass alle Länder in Europa bereist werden könnten – sofern das mit der Entwicklung der Corona-Fälle möglich ist und es vertrauenswürdige Schutzkonzepte gebe. Sprich: Die Infektionszahlen müssen ähnlich zurückgehen wie in Deutschland – und Gastronomen wie Hotels sollten sich auf Hygieneregeln einigen. Zu früh dürfe das Ganze aber nicht passieren, warnte Bareiß.

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Mit einem Sommerurlaub, weit weg von daheim, wird es wohl heuer nichts. Als, was tun? Wo kann man in Deutschland Urlaub machen? Reporter Tobias Burkert hat sich mal vor der eigenen Haustüre umgesehen und rund um Nürnberg einiges entdeckt.

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