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Heftige Kritik an Linnemanns Grundschul-Vorstoß | BR24

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Der Vorstoß von Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann, Kinder, die kein Deutsch sprechen, nicht zur Grundschule zuzulassen, erntet Gegenwind von Opposition und Politikern aus den eigenen Reihen. Der Vorschlag befördere Parallelgesellschaften.

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Heftige Kritik an Linnemanns Grundschul-Vorstoß

Der Vorstoß von Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann (CDU), Kinder, die kaum Deutsch sprechen, vorerst nicht zur Grundschule zuzulassen, erntet Gegenwind von Opposition und aus den eigenen Reihen. Der Vorschlag befördere Parallelgesellschaften.

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Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann hatte betont, wenn ein Kind kaum Deutsch spreche, habe es "auf einer Grundschule noch nichts zu suchen".

Kipping: "Stimmenfang im rechten Sumpf"

Linke-Chefin Katja Kipping sagte der Deutschen Presse-Agentur dazu, mit seinen Äußerungen gehe Linnemann auf "Stimmenfang im rechten Sumpf".

Kipping warf dem CDU-Politiker vor, das Thema mit Meldungen über Gewalttaten von Erwachsenen zu vermengen: "Ist ihm nicht bekannt, dass der Täter von Frankfurt, der offensichtlich eine psychotische Störung hatte, fließend deutsch spricht und als Schweizer praktisch den gleichen Migrationshintergrund hat wie Alice Weidel?"

Aussagen seien "zum Fremdschämen"

Die SPD-Bildungspolitikerin Marja-Liisa Völlers sagte, die Aussagen Linnemanns seien "wirklich zum Fremdschämen und populistisches Getöse wie in Wahlkampfzeiten". Man könne Kinder nicht von der Grundschule ausschließen, nur weil sie schlecht Deutsch sprächen. Das schaffe Parallelgesellschaften und langfristige Integrationsprobleme, anstatt sie zu lösen: "Die Kinder sind genau richtig da, wo sie sind. Ein besseres Lernumfeld für alle Kinder als Schulunterricht mit Gleichaltrigen gibt es doch gar nicht."

Auch die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatten den Vorstoß von Linnemann vehement zurückgewiesen. Prien sprach in der "Süddeutschen Zeitung" von "populistischem Unfug" und einem " völlig falschen Weg". Diese Kinder gehörten vielmehr "im Rahmen der Regelbeschulung" in Deutsch-als-Zweitsprache-Klassen.

Linnemann fordert Vorschulpflicht

Linnemann hatte in der "Rheinischen Post" für betroffene Kinder eine Vorschulpflicht vorgeschlagen. Notfalls müsse eine "Einschulung auch zurückgestellt werden". Erwähnt hatte er auch die Vorfälle in Freibädern, die Tat auf dem Frankfurter Bahnsteig und die Schwertattacke in Stuttgart. Das alles wühle die Menschen auf und befeuere die Sorge, dass neue Parallelgesellschaften entstehen könnten.