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Brand auf Schiff vor französischer Küste
© dpa/pa/David Tetchner
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Brand auf Schiff vor französischer Küste

Nach dem Untergang eines Containerschiffs in der Biskaya drohen Frankreichs Westküste dramatische Folgen: Laut zuständiger Behörde in Brest treibt ein rund zehn Kilometer langer und etwa ein Kilometer breiter Ölteppich auf dem Meer.

Ein Spezialschiff zur Bekämpfung von Meeresverschmutzung soll am Vormittag die Stelle erreichen. Auch die Europäische Agentur für die See-Sicherheit wurde im Kampf gegen die Verschmutzung eingeschaltet. Nach Informationen der Meerespräfektur in Brest sind die Bedingungen zurzeit allerdings nicht einfach: Die See sei sehr rau, Wellen erreichten eine Höhe von bis zu sechs Metern.

Auch Gefahrgut an Bord

Der aus Hamburg kommende und unter italienischer Flagge fahrende Frachter war am Dienstag in Brand geraten und rund 330 Kilometer vor der französischen Küste gesunken. Das Schiff hatte Gefahrgut an Bord. Der Inhalt von 45 Containern wird von den Behörden als gefährlich eingestuft. Außerdem hatte die "Grande America" rund 2.200 Tonnen Schweröl an Bord, wie der Sender "Franceinfo" berichtete. Auf dem 214 Meter langen Schiff waren zudem rund 2.000 Fahrzeuge.

Touristenhochburgen bedroht

Nach Angaben der Präfektur waren 27 Menschen an Bord des Schiffes, sie wurden von einem britischen Kriegsschiff gerettet. Die "Grande America" war auf dem Weg nach Casablanca in Marokko.

Die Westküste Frankreichs zieht im Sommer viele Touristen an, beliebt sind unter anderem die historische Hafenstadt La Rochelle, die Sandstrände der Vendée oder die Insel Île d'Oléron. Im nahe der spanischen Grenze liegenden Badeort Biarritz will Präsident Emmanuel Macron im August den Gipfel der sieben großen Industrieländer (G7) ausrichten.