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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Marijan Murat

Die Leuchtreklame eines Kinos zeigt den Schriftzug "Lockdown - But don't lock your heart!"

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    #harterLockdownJetzt: Zahlreiche Stimmen im Netz für Notbremse

    Während die einen ohne Maske zum Demonstrieren gehen, wollen die anderen das Virus mit aller Kraft eindämmen. Unter dem Hashtag #harterLockdownJetzt fordern Tausende im Netz einen drastischen Einschnitt - und damit einen harten Lockdown.

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    Von
    • Patrizia Kramliczek

    Lieber sofort einen strengen Lockdown als weiterhin halbherzig zu handeln und die Gesundheit und Leben von Menschen zu gefährden - das ist die Meinung Tausender Menschen, die sich im Netz zu Wort melden. Mit 39.500 Tweets trendet #harterLockdownJetzt gerade (28.3.21, 17.30 Uhr) auf Twitter. "Es darf nicht so weitergehen!" schreibt zum Beispiel ein User. Man müsse die dritte Welle brechen. Es gebe schon zu viele Opfer.

    "Es laufen gerade die letzten Tage ab, in denen das Ruder noch entscheidend herumgerissen werden kann", meint eine andere. Einige haben Angst um die Gesundheit ihrer Kinder und fordern #harterLockdownJetzt: "Weil unsere Kinder keine Modell-Versuchskaninchen sind. Weil Schulen und Kitas nicht sicher sind." Oft ist die Lockdownforderung verbunden mit einer Warnung vor Long Covid - also Spätfolgen der Krankheit - und der Forderung nach einer No-Covid-Strategie, die eine intensivere Nutzung zum Beispiel von Tests und Impfungen vorsieht und sich gegen Öffnungen bei steigenden Infektionszahlen ausspricht.

    Hoffnung auf mehr Normalität

    Ziel der Forderung nach dem harten Lockdown ist oft die Hoffnung auf mehr Normalität hinterher - "damit wir die Chance haben, wieder ein Leben voller Aktivität und Freude zu haben mit Schule, Arbeit, Sport und Freund*innen", schreibt eine Userin. Weil Kinder ein Recht auf Gesundheit und gesunde Eltern hätten, begründet eine andere ihr Anliegen. Auch Unverständnis, dass nicht auf Wissenschaftler gehört werde, spielt eine Rolle.

    Politik zwischen Verschärfen und Status quo

    Auch einige Politiker können sich mehr Einschränkungen vorstellen. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) äußerte in der "Bild am Sonntag", dass verschärfte Maßnahmen möglich seien. Denn die Corona-Zahlen müssten dringend weiter nach unten gedrückt werden. Ganz deutlich für einen harten Lockdown macht sich der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach stark. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte hingegen ein konsequentes Einhalten der bereits vereinbarten Corona-Notbremse.

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