Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Handwerkspräsident Wollseifer: Rückkehr zur Meisterpflicht | BR24

© Bayern 2

Ein Thema auf der Internationalen Handwerksmesse, München: fehlendem Nachwuchs. Welche Perspektiven sich jungen Handwerkern bieten, erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Handwerkspräsident Wollseifer: Rückkehr zur Meisterpflicht

Zum Beginn der Internationalen Handwerksmesse in München warnt der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Wollseifer, vor fehlendem Nachwuchs. Im Interview mit dem BR fordert er außerdem eine Rückkehr zur Meisterpflicht.

Per Mail sharen

Handwerkspräsident Wollseifer hat zum Start der Internationalen Handwerksmesse für eine Rückkehr zur Meisterpflicht in Handwerksberufen geworben. Im Interview mit der Bayern 2-radioWelt sagte er:

"Der Meister steht für Ausbildung, der steht für Beschäftigung, der steht für Innovation, für Wettbewerbsfähigkeit und auch für nachhaltiges Unternehmertum. Wenn es keine Meister gibt im Handwerk, dann findet all das nicht, beziehungsweise viel weniger statt!"

Abschaffung der Meisterpflicht - ein Fehler

Die Fehler, die man 2004 mit der Abschaffung der Meisterpflicht in Handwerksberufen gemacht habe, die müsse man jetzt korrigieren. Nun sei die Bundesregierung am Zug:

"Da hoffen wir, dass es eine entsprechende Gesetzgebung gibt!"

Fachkräftemangel und Migration

Angesichts des Fachkräftemangels warb Handwerkspräsident Wollseifer für eine Ausbildung in den Berufen des Handwerks. Von der Migrationswelle 2015 habe die Branche profitiert. Das Handwerk beschäftige fast die Hälfte der jungen Migranten in Ausbildung:

"Viele Handwerksbetriebe sind mit diesen jungen Leuten zufrieden und wir sind der Ansicht, dass diese jungen Leute, die sich wirklich integrieren wollen, die die deutsche Sprache lernen wollen, die sich wirklich Mühe geben in den Betrieben, eine Ausbildung machen, einen Abschluss und dann auch vielleicht noch zwei Jahre im Betrieb bleiben, dass man denen auch dauerhaft eine Chance geben kann und auch muss!"