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Hanau: Bundesanwalt sieht "zutiefst rassistische Gesinnung" | BR24

© dpa-Bildfunk/Andreas Arnold

Hanau: Blumen liegen in der Nähe eines Tatorts in der Innenstadt. Bei Schüssen an zwei Shisha-Bars wurden mehrer Menschen getötet und verletzt.

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    Hanau: Bundesanwalt sieht "zutiefst rassistische Gesinnung"

    Nach den Todesschüssen von Hanau ermittelt Generalbundesanwalt Peter Frank wegen Terrorverdachts. Der mutmaßliche Täter habe eine "zutiefst rassistische Gesinnung" gehabt, sagte Frank. Neun der Opfer haben einen Migrationshintergrund.

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    Laut Generalbundesanwalt Peter Frank hatte der Todesschütze eine "zutiefst rassistische Gesinnung". Das gehe aus den Videobotschaften und "einer Art Manifest" auf der Homepage des Mannes hervor.

    Angebliches Bekennerschreiben lassen auf rassistisches Weltbild schließen

    Es gibt ein angebliches Bekennerschreiben, außerdem mehrere Videos, die sich dem Verdächtigen zuordnen lassen. Darin äußert er wirre Verschwörungstheorien, die auf ein rassistisches Weltbild schließen lassen, es gibt aber keine konkreten Hinweise auf eine bevorstehende Gewalttat. Bestätigen sich die ersten Einschätzungen, wäre die Tat nach der Ermordung des CDU-Politikers Walter Lübcke und dem Anschlag von Halle der dritte rechtsextremistisch motivierte Anschlag innerhalb eines Jahres.

    Erste Schüsse fielen in einer Shisha-Bar in der Hanauer Innenstadt

    Im hessischen Hanau hat ein Mann in der Nacht zehn Menschen und sich selbst getötet und fünf weitere verletzt. Nach Polizeiangaben fielen die ersten Schüsse in einer Shisha-Bar am Heumarkt in der Hanauer Innenstadt, später auch in einer zweiten Shisha-Bar im nur wenige Kilometer entfernten Stadtteil Kesselstadt. Spezialkräfte fanden den mutmaßlichen Täter später tot in seiner Wohnung. Neben ihm lag seine Mutter - ebenfalls leblos und mit Schusswunden.

    Hilfetelefon für Betroffene ist eingerichtet

    Für die Betroffenen des Anschlags wurde unter der Nummer 0800-0009546 ein Hilfetelefon eingerichtet.