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Ein Demonstrant kniet vor einem Feuer auf einer Sraße, breitet seine Arme aus und hält einen Schüssel und einen Löffel.
© dpa-Bildfunk/Dieu Nalio Chery

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BR24 Redaktion
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Ein Demonstrant kniet vor einem Feuer auf einer Sraße, breitet seine Arme aus und hält einen Schüssel und einen Löffel.

Bei Protesten gegen die Regierung in Haiti ist es in der Hauptstadt zu chaotischen Szenen gekommen. Demonstranten zündeten erneut Straßensperren aus Autoreifen an, Rauchschwaden verdunkelten den Himmel, wie die Nachrichtenagentur HPN am Sonntag berichtete.

Haiti: Schüsse in Port-au-Prince

Vereinzelt seien Schüsse in Port-au-Prince zu hören gewesen, teilte die Konsularabteilung des US-Außenministeriums auf Twitter mit und warnte davor, sich größeren Menschenansammlungen zu nähern.

Demonstranten fordern Rücktritt von Präsident Jovenel Moise

Die Demonstranten forderten den vierten Tag in Folge den Rücktritt von Präsident Jovenel Moise. Am Freitag waren nach Angaben der Zeitung "Haitian Times" ein Mensch bei den Protesten ums Leben gekommen und Dutzende weitere Menschen verletzt worden. Auch mehrere Polizisten seien durch Steine verletzt worden. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstranten ein.

Wurde Geld aus Erdbebenhilfe für Haiti veruntreut?

Die Menschen werfen der Regierung vor, Geld aus einem Hilfsfonds veruntreut zu haben, das eigentlich für den Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben 2010 verwendet werden sollte. Bei dem Beben kamen Hunderttausende Menschen ums Leben.

Haiti ist von Hilfszahlungen abhängig

Haiti gilt als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre. Der Staat ist weitgehend von Hilfszahlungen aus dem Ausland abhängig, neben der grassierenden Korruption ist auch Gewaltkriminalität ein großes Problem. Die Proteste begannen am Donnerstag, dem 33. Jahrestag des Sturzes von Diktator Jean-Claude Duvalier.