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Händlern drohen jetzt hohe Strafen | BR24

© picture alliance / Foto: Winfried Rothermel

Elektromüll

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    Händlern drohen jetzt hohe Strafen

    Umweltschützer sprechen von einem "Riesenfortschritt": Händlern droht ab heute eine hohes Bußgeld, wenn sie die Rücknahme alter Elektrogeräte verweigern. Von Achim Wendler

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    Ein kaputtes Radio umweltschonend loszuwerden, kann eine Herausforderung sein. Denn viele Händler stemmen sich nach Kräften gegen ihre Pflicht, Elektroschrott zurückzunehmen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat im vorigen Jahr 45 Unternehmen daraufhin geprüft. Mehr als jeder zweite Händler ließ die Tester abperlen, durch lange Wartzeiten, falsche Information, Geldforderungen oder sogar Komplettverweigerung. Ob Amazon, Conrad, Karstadt, Obi oder Saturn: „Keiner der kontrollierten Händler setzte die gesetzliche Rücknahmeverpflichtung umwelt- und verbraucherfreundlich um“, lautete das Fazit der DUH.

    Ab heute drohen saftige Bußgelder

    Diese Pflicht gilt seit einem Jahr. Demnach müssen Händler mit einer Fläche von mindestens 400 Quadratmetern alte Elektrogeräte zurücknehmen, und zwar Radios, Toaster und andere kleine Dinge bedingungslos, größere Geräte dann, wenn der Kunde ein neues kauft. Laut DUH wird aber nicht mal die Hälfte des Schrotts ordnungsgemäß eingesammelt und recycelt. Stattdessen landet viel giftiger Schrott illegal im Ausland, auf Mülldeponien in Afrika und Asien. Deshalb hat die Bundesregierung das Elektrogesetz verschärft. Bis zu 100.000 Euro Bußgeld muss ein Händler ab heute zahlen, wenn er alte Geräte nicht zurücknimmt. Kontrollieren müssen das die Länder.