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Hackerangriff auf Hunderte Politiker | BR24

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Hacker haben massenweise Daten und Dokumente von Hunderten deutschen Politikern im Internet veröffentlicht. Laut RBB-Inforadio waren auch private Chats und Kreditkarten-Infos einsehbar.

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Hackerangriff auf Hunderte Politiker

Hacker haben massenweise Daten und Dokumente von Hunderten deutschen Politikern im Internet veröffentlicht. Laut RBB-Inforadio waren auch private Chats und Kreditkarten-Infos einsehbar.

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Wer für den Hackerangriff verantwortlich ist und mit welcher Absicht die Daten verbreitet wurden, ist noch unklar. Betroffen sind, mit Ausnahme der AfD, alle Parteien im Bundestag: CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke und die FDP.

Geleakt wurden vor allem Kontaktdaten wie Hunderte Handynummern und Adressen von Politikern aus dem Bundestag und zum Teil auch aus der Landespolitik. Doch nicht nur: Auch zahlreiche sehr persönliche Daten sowie parteiinterne Dokumente wurden ins Internet gestellt. Ein System bei der Auswahl der veröffentlichten Daten und Informationen ist nicht zu erkennen. Vielmehr scheint es, als sei alles ins Internet gestellt worden, was den Hackern in die Finger gekommen ist – zum Beispiel Bewerbungsschreiben für Parteitage, parteiinterne Kommunikation oder Adress- und Mitgliederlisten. Dabei sind die Dokumente zum Teil mehrere Jahre alt.

Offenbar keine politisch brisanten Dokumente

In Einzelfällen wurden jedoch auch in großer Menge sehr persönliche Daten veröffentlicht. In mehreren Fällen zum Beispiel abgelichtete Personalausweise, vereinzelt aber auch Briefe, Rechnungen oder Einzugsermächtigungen für Lastschriftverfahren sowie Einladungen. Sogar Chats mit Familienmitgliedern oder Kreditkarteninformationen aus dem Familienkreis befinden sich in den Datensätzen.

Politisch brisante Dokumente fanden sich im Zuge einer ersten Durchsicht nicht. Der Schaden dürfte dennoch massiv sein, allein wegen der zahlreichen veröffentlichten persönlichen Daten.

Verbreitet wurden die Links zu den Leaks über Twitter. Aufmerksamkeit erregten sie jedoch erst am Donnerstagabend. Kurios ist, dass die Verbreitung jedoch bereits vor Weihnachten erfolgte, und zwar auf einer Art Adventskalender auf einem Twitter-Account. Dieser beschreibt sich selbst mit Begriffen wie Security Researching, Künstler, Satire und Ironie. Auf dem Account werden seit Sommer 2017 immer wieder persönliche Daten von mehr oder minder prominenten Personen veröffentlicht. Er hat angeblich mehr als 16.000 Follower. Der Account gehört zu einer Internet-Plattform, der Betreiber soll sich in Hamburg befinden.

Unklar, wo Daten abgegriffen wurden

Warum bis Donnerstagabend niemand von den Leaks Notiz genommen hat, ist rätselhaft. Rätselhaft ist auch, wo die Daten eigentlich abgesaugt wurden. Auffällig ist zumindest die enorme Bandbreite der gestohlenen Daten und Dokumente, was es unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass sie an einer Stelle erbeutet wurden.

Wer für den Hackerangriff verantwortlich ist und mit welcher Motivation die Daten veröffentlicht wurden, ist noch völlig unklar. Am späten Abend erreichte das Problem die Fraktionsführungen im Bundestag, die seitdem damit beschäftigt sind, den entstandenen Schaden zu bewerten.