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Hackathon: Programmieren gegen die Corona-Krise | BR24

© BR/Vera Weidenbach

Beim Hackathon der Bundesregierung entwickeln Freiwillige Ideen, Strategien und Software, um besser durch die Corona-Krise zu kommen. Natürlich im Home-Office - ohne Körperkontakt und Infektionsgefahr.

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Hackathon: Programmieren gegen die Corona-Krise

Beim Hackathon der Bundesregierung entwickeln Freiwillige Ideen, Strategien und Software, um besser durch die Corona-Krise zu kommen. Natürlich im Home-Office - ohne Körperkontakt und Infektionsgefahr.

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Bei einem Hackathon der Bundesregierung entwickeln freiwillige Programmierer innerhalb einer bestimmten Zeit Ideen, Strategien und Software, die in Zeiten der Corona-Krise helfen sollen. Bei "WirVsVirus" machen aber nicht nur Informatiker mit. Auch Experten aus Gesundheit oder Digitalisierung können als sogenannte Mentoren mitmachen. Es gehe gerade jetzt darum, möglichst viele Menschen zu beteiligen, sagt Digitalisierungs-Staatsministerin Dorothee Bär. Auch die CSU-Politikerin ist als Mentorin beim Hackathon dabei. "Je mehr Ideen da sind und geteilt werden, desto eher kann auch etwas wirklich Großes entstehen", sagt Bär.

"Wir sind wegen Corona ja eh zuhause und haben Zeit", sagt Anna Hupperth am Telefon und lacht. Sie ist eine der Organisatorinnen des Hackathons "WirVsVirus". Dass sich über 40.000 Menschen online registrieren, hat sie dann aber doch überrascht. "Wir haben ein unglaubliches Momentum gerade", sagt Hupperth. "Corona betrifft einfach jeden und jede, es gibt viele Menschen, die sich gerade jetzt für andere engagieren wollen."

Hackathon liefert Ideen für einen neuen Alltag

Gesucht werden digitale Lösungen, die dabei helfen sollen, den neuen Alltag in der Corona-Krise besser zu bewältigen. Plattformen, auf denen man Nachbarschaftshilfe organisieren kann, oder Lernmaterialien, die für alle zugänglich sind. Apps, die anzeigen, wo Krankenhausbetten oder Atemmasken zur Verfügung stehen. Und Ideen, die helfen, politische Prozesse zu beschleunigen, zum Beispiel in der Verwaltung oder bei Abstimmungen.

Der Hackathon findet komplett online statt. Die Teilnehmer arbeiten zwar in Teams zu den verschiedenen Themen, aber jeder für sich daheim. Kommuniziert wird über einen Messenger-Dienst und per Video. Die riesige Teilnehmerzahl stellt die Organisatoren vor eine große Herausforderung. Sieben Initiativen aus dem sozialen und digitalen Bereich stehen hinter dem Projekt. "Wir tun unser Bestes, hier infrastrukturell alles auf die Beine zu stellen", sagt Anna Hupperth. Zum Start gibt es einen Welcome-Call mit allen Teilnehmern, der live auf YouTube übertragen wird.

Ergebnisse sollen bald präsentiert werden

Die Organisatoren hoffen aber, dass der Hackathon nicht das Ende ist und einige Teams auch danach an den Ideen weiterarbeiten. Die Bundesregierung prüfe gerade, ob mehr Unterstützung möglich ist, sagt Staatsministerin Bär. Außerdem sollen die Ergebnisse zeitnah präsentiert werden. Sie könne sich auch vorstellen, dass einige Datensätze als Open Source zugänglich gemacht werden. Dann könnten die Ideen im Idealfall auch nach der Krise weiter zum Einsatz kommen.

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