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Robert Habeck

Im Interview mit der radioWelt am Morgen auf Bayern 2 sagte Habeck: "Ich glaube, unsere deutsche Polizei braucht mehr Kapazitäten im Cyber-Bereich, im Bereich der Cyber-Aufklärung, damit sie solche Täter dann auch fassen kann." Robert Habeck verwies auf die problematische Lage der Polizei, die eine große Zahl von Überstunden vor sich herschiebe. Hier sieht der Grünen-Politiker Handlungsbedarf.

"Wir müssen eine Polizei haben, die auch in der Lage ist, Einbrüche - denn das sind sie - wieder aufzuklären."

Zudem räumt der Grünen-Politiker ein, dass sich auch jeder selbst schützen müsse. "Da fasse ich mich auch an die eigene Nase", so Habeck.

Darüber hinaus sollte man die "Firmen, die solche Informationsdienste anbieten, verpflichten, hohe Sicherheitsstandards einzuführen - ähnlich, wie wir es beim Online-Banking kennen". Die Sicherheitsstandards seien bisher "zu lasch".

"Informationswirrwarr" in Deutschland

Laut Habeck ist die Bundesregierung bei der IT-Sicherheit "nicht systematisch aufgestellt". Es gebe insgesamt im digitalen Bereich zu viele Zuständigkeiten.

"Wir haben das BSI, wir haben den Verfassungsschutz, wir haben die polizeiliche Arbeit, und das kennen wir aus anderen Bereichen [...], dann gibt es Informationswirrwarr."

Habecks Fazit: "Das muss die Bundesregierung dringend überprüfen."

Verunsicherung bei Betroffenen

Auf die Frage, welches Motiv hinter dem aktuellen Datendiebstahl stecken könnte, sagte der Grünen-Chef:

"Was auf jeden Fall festzustellen ist - das kann ich auch von mir berichten - ist, dass man verunsichert ist, wenn man weiß, dass man keinen privaten Rückzugsraum mehr hat."

Dies gelte umso mehr, als die Angriffe auch über die Konten von Kindern und Ehefrauen gekommen seien.