Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Guaidó warnt vor "Entführung" bei Rückkehr nach Venezuela | BR24

© BR

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó will heute in sein Heimatland zurückkehren. Er warnte Staatschef Nicolás Maduro davor, ihn dabei zu "entführen". Dies wäre "einer der letzten Fehler", den das Regime begehen würde.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Guaidó warnt vor "Entführung" bei Rückkehr nach Venezuela

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaidó will heute in sein Heimatland zurückkehren. Er warnte Staatschef Nicolás Maduro davor, ihn dabei zu "entführen". Dies wäre "einer der letzten Fehler", den das Regime begehen würde.

Per Mail sharen
Teilen

"Wir sehen uns morgen", sagte Guaidó in einem Live-Video in sozialen Medien am Sonntagabend. Seine Rückkehr nach Venezuela sei eine "historische Herausforderung", erklärte der Oppositionsführer und rief seine Landsleute für heute zu neuen Protesten auf: Die Venezolaner sollten sich um elf Uhr im ganzen Land versammeln, es werde noch offizielle Ankündigungen und Details zu den Treffpunkten geben.

Guaidó warnte die Regierung davor, ihn an weiteren politischen Aktivitäten zu hindern. Jeder Versuch, ihn bei der Einreise nach Venezuela festzunehmen, "wäre ohne Zweifel einer der letzten Fehler", den Staatschef Maduro machen könne.

Ausreise trotz Verbot

Die venezolanischen Behörden ermitteln gegen Guaidó, weil er sich am 23. Januar zum Interimsstaatschef erklärt und zu Maduros Sturz aufgerufen hatte, und untersagten ihm wegen der gegen ihn laufenden Ermittlungen die Ausreise. Guaidó war dennoch im Februar ins benachbarte Kolumbien gereist. Zudem besuchte er in den folgenden Tagen Brasilien, Paraguay, Argentinien und Ecuador.

"Verschwörung mit dem Ausland"

Präsident Maduro hatte angekündigt, dass sich Guaidó wegen der unerlaubten Ausreise in Venezuela vor Gericht werde verantworten müssen. Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez ging der Frage, ob Guaidó eine Festnahme bevorstehe, nun jedoch aus dem Weg. In einem Interview mit dem russischen Fernsehsender RT sagte sie, Guaidó habe das Gesetz gebrochen und sei "ein Venezolaner, der sich mit ausländischen Regierungen verschworen habe, um die verfassungsgemäße Regierung umzustürzen".

Die Bevölkerung soll fröhlich sein

Die Regierung forderte die Bevölkerung auf, am Montag und Dienstag Karneval zu feiern und an die Urlaubsorte am Strand zu fahren. Viele Venezolaner haben jedoch nicht das Geld für Urlaubsreisen. Die Opposition teilte dazu mit, in Krisenzeiten sollte das Land nicht feiern.

EU warnt vor einer Festnahme

Die Europäische Union warnte die venezolanische Regierung vor einer Festnahme Guaidós bei dessen Rückkehr. In einer Erklärung der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini vom Samstagabend hieß es, jegliche Maßnahme, die Guaidós "Freiheit, Sicherheit oder persönliche Integrität" gefährde, werde die Spannungen erheblich eskalieren.

Sendung

B5 Nachrichten

Von
  • Rüdiger Hennl
Schlagwörter