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Grünen-Politiker Dahmen warnt vor dritter Corona-Welle | BR24

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Bildrechte: Stefan Kaminski / Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Durch die Ausbreitung der Coronavirus-Mutation sieht Grünen-Politiker Janosch Dahmen den drohenden Beginn einer dritten Welle. Weitere Öffnungen zu versprechen sei bei der aktuellen Lage nicht realistisch.

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Grünen-Politiker Dahmen warnt vor dritter Corona-Welle

Durch die Ausbreitung der Coronavirus-Mutation sieht Grünen-Politiker Janosch Dahmen den drohenden Beginn einer dritten Welle. Weitere Öffnungen zu versprechen sei bei der aktuellen Lage nicht realistisch.

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Von
  • Kerstin Grundmann

Janosch Dahmen, Gesundheitsexperte in der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, hält Öffnungen derzeit "nur sehr punktuell" für möglich, sagte er im Interview mit der Bayern 2-radioWelt:

"Dort, wo Bildung ist, wo elementare Sozialkontakte sind, halte ich Öffnungen für notwendig, auch damit die Menschen durchhalten können." Janosch Dahmen, Gesundheitsexperte in der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen

Gleichzeitig warnte er davor in der Corona-Pandemie zu schnell die Beschränkungen zurückzunehmen: "Wir müssen anerkennen, dass wir direkt am Anfang einer dritten Welle stehen."

Öffnungen mit Risiko verbunden

Weiter sagte Dahmen: "Öffnungen wird es nur dann geben, wenn dort das Infektionsgeschehen insgesamt unter Kontrolle ist, die Zahlen deutlich unter 50 sind. Und auch nur, wenn wir den Menschen ein Sicherheitsgeländer an die Hand geben: bestehend einerseits aus Schnelltests, andererseits FFP2-Masken und eine deutlich bessere digitale Kontaktverfolgung." Öffnungen ohne diese Maßnahmen seien ein großes Risiko: "Hier manövrieren wir uns genau rein in die dritte Welle und machen uns alles kaputt, was wir uns mühsam gemeinsam in den letzten Monaten erarbeitet haben. Das darf auf keinen Fall passieren."

Zuverlässiger Impfplan ist wichtig

Von den nach Deutschland gelieferten 1,4 Millionen Dosen Astrazeneca-Impfstoff sei erst eine Million verimpft. Das liege nicht nur an mangelnder Akzeptanz, sondern vor allem daran, dass die Koordination nicht funktioniere. Das sei ein Skandal und absolut inakzeptabel. Er erwarte, dass beim Bund-Länder-Treffen am Mittwoch darüber gesprochen wird:

"Was wir dringend machen müssen, ist Hausärzte, Betriebsärzte und auch spezielle Praxen, die sich um Risikopatienten kümmern, mit einzubeziehen. (...) Es ist fahrlässig, dass wir das nicht längst getan haben." Janosch Dahmen, Gesundheitsexperte in der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen

Die Reihenfolge der Prioritätenliste müsse aber "absolut" beibehalten werden: "Die ist so formuliert, dass wir am meisten Menschenleben retten, und darum muss es doch im Kern gehen."

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