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Wollen die Grünen in die Zukunft führen: Claudia Roth und Anton Hofreiter (halten das Plakat).

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Grünen-Parteitag: Roth und Hofreiter als bayerisches Spitzenduo

Die Grünen beschwören ihre Geschlossenheit beim hybriden Parteitag in Augsburg. Die Umfragewerte sind gut - entsprechend begehrt sind gute Listenplätze für die Bundestagswahl. Claudia Roth und Anton Hofreiter bilden das bayerische Spitzenduo.

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Von
  • Vera Cornette

Der hybride Parteitag in Augsburg zeigt: Die Grünen setzen mal wieder auf bewährte Frontleute. Die Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth und Grünen-Fraktionschef Toni Hofreiter führen als Spitzenduo die bayerischen Grünen in den Bundestagswahlkampf. Auch vordere Plätze für den ehemaligen Chef der bayerischen Grünen Dieter Janecek oder die Neu-Ulmerin Ekin Deligöz sind wenig überraschend.

Aber die Grünen zeigen auch, dass (Lebens-)Erfahrung kein Kriterium für einen guten Listenplatz sein muss: Etwa mit der 27-Jährigen Münchnerin Jamila Schäfer auf Platz 7.

Kampfkandidaturen ab Listenplatz 11

Soweit, so harmonisch? Schon ab Platz 11 kommt es zur Kampfkandidaturen. Etwa zwischen der 28-Jährigen Saskia Weishaupt, seit fünf Jahren aktiv, seit drei Jahren Sprecherin der Grünen Jugend Bayern, und Martina Neubauer. Die 57-Jährige unterlag zuletzt bei der Kommunalwahl als Landratskandidatin für den Kreis Starnberg und ist seit Jahrzehnten bei den Grünen aktiv. Und auch gegen Saskia Weishaupt muss sie sich geschlagen geben.

Beim Parteitag werden vor allem zwei Dinge deutlich: die Geschlossenheit und Entschlossenheit der Grünen. Egal, ob Annalena Baerbock oder Robert Habeck, aus den Reihen der bayerischen Grünen hört man offiziell keine Präferenz. Man stehe geschlossen hinter beiden, ist sowohl von langjährigen Bundestagsabgeordneten als auch von der bayerischen Parteispitze zu hören.

Bundestagswahl: Habeck warnt vor Übermut

Die Entschlossenheit, bei der Bundestagwahl das beste Ergebnis der Grünen in ihrer Geschichte einzufahren, wird von konstant guten Umfragewerten gepusht. Jede und jeder beim hybriden Parteitag ist sich dessen bewusst. Doch sowohl Bundesparteichef Habeck als auch die bayerischen Grünen warnen: jetzt bloß nicht leichtfertig werden. Statt auf Übermut, so Habeck, komme es jetzt darauf an, dass die Grünen den großen Hoffnungen standhalten. Statt breitbeinig wie Markus Söder aufzutreten, müsse man jetzt liefern, und das können "wir" auch, gibt sich die bayerische Landesvorsitzende Eva Lettenbauer zuversichtlich.

Derzeit sitzen elf bayerische Grüne im Bundestag. Ihre Zahl dürfte sich nach der Wahl am 26. September deutlich erhöhen, da die Partei in Umfragen konstant auf mehr als doppelt so viele Prozentpunkte kommt als bei der letzten Bundestagswahl. 2017 lag das Ergebnis der Grünen bei 8,9 Prozent.

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Morgen wollen auch die Grünen bekanntgeben, ob sie mit Annalena Baerbock oder Robert Habeck an der Spitze in den Bundestags-Wahlkampf ziehen. Das Ziel: stärkste Partei im Bund werden.

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