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Grüne Woche: Demonstration für Wende in der Agrarpolitik | BR24

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© dpa-Bildfunk/Ralf Hirschberger

Demonstration für eine Agrarwende bei der Grünen Woche

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Grüne Woche: Demonstration für Wende in der Agrarpolitik

Anlässlich der "Grünen Woche" haben am Samstag in Berlin mehrere Tausend Menschen am Brandenburger Tor für eine Wende in der Agrarpolitik und mehr Umwelt- und Tierschutz in der Landwirtschaft demonstriert.

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Unter dem Motto "Wir haben Agrarindustrie satt!" hatten Landwirte sowie Tier- und Umweltschützer zu der Kundgebung aufgerufen. Angeführt von mehr als 150 Traktoren, zog die Demonstration vom Brandenburger Tor aus durch das Regierungsviertel.

Protestnote an Bundeslandwirtschaftsministerin übergeben

Zu Beginn übergaben die Teilnehmer eine Protestnote an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und die zu einer Konferenz im Umfeld der "Grünen Woche" versammelten 70 Agrarminister aus aller Welt. Darin fordern sie eine zukunftsfähige EU-Agrarreform, eine Abkehr von pauschalen Flächensubventionen sowie eine Unterstützung für klimaschonende und umweltfreundliche bäuerliche Landwirtschaft mit artgerechter Tierhaltung.

Die Protestnote wird von etwa 100 Organisationen unterstützt. Darunter sind Landwirtschaftsverbände, Umwelt-, Tierschutz- und entwicklungspolitische Organisationen. Laut ihren Angaben werden in der EU jährlich 60 Milliarden Euro und in Deutschland jedes Jahr 6,3 Milliarden Euro an EU-Agrargeldern ausgeschüttet.

In Deutschland wurden mehr als drei Viertel davon als pauschale Subventionen je Hektar Fläche ausgezahlt. "Die 3.300 flächengrößten Betriebe erhalten eine Milliarde Euro im Jahr, während die kleinsten 200.000 Bauernhöfe sich knapp 700 Millionen teilen müssen", erklärte Bündnis-Sprecherin Saskia Richartz.

Entwicklungsorganisationen gegen industrielle Landwirtschaft

Zuvor hatte ein Bündnis von Entwicklungsorganisationen ebenfalls gegen die industrielle Landwirtschaft Stellung bezogen. Sie bedrohe die Existenz kleinbäuerlicher Erzeuger und gefährde die natürlichen Lebensgrundlagen in Europa und im globalen Süden. Die Bundesregierung solle Agrarökologie zum zentralen Förderkonzept zur Armutsbekämpfung und zur Anpassung an die Klimakrise machen. Ertragssteigerung um jeden Preis sei keine Lösung, so das Bündnis.

Gegenkonzept Agrarökologie

Die Agrarökologie sei ein wirksames Gegenmodell zur konventionellen Landwirtschaft. Das Konzept basiere auf ökologischen Prinzipien, dem politischen Ansatz der Ernährungssouveränität und dem Recht auf angemessene Nahrung. Es baut auf den Prinzipien des ökologischen Landbaus auf. Dazu zählen der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, der Kreislauf von Boden-Pflanze-Tier und Mensch sowie der Verzicht auf Mineraldünger und Pestizide.

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  • BR24 Redaktion
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