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Emmanuel Macron
© dpa / picture-alliance
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Emmanuel Macron

Die aktuelle Stunde war geprägt von pro-europäische Aussagen. Quer durch die Fraktionen sprachen die Redner vom Ziel, Europa zu stärken und den entsprechenden Aufruf des neuen französischen Präsidenten zu unterstützen – allerdings setzten sie unterschiedliche Prioritäten. Grüne und SPD stehen beispielsweise einem neuen Investitionsfonds positiv gegenüber. Ein sozialdemokratischer Redner sagte, man müsse das „große Sozialprojekt Europas in die Herzen der Menschen zurückbringen“.

CSU: Macron muss erst in Frankreich liefern

In den Reihen der Union hieß es, Geld von außen werde Emmanuel Macron aber nicht dabei helfen, die nötigen Reformen umzusetzen. Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte, der „neue, junge und mutige Präsident“ benötige schon den Willen der Franzosen, um die „Fesseln auf dem Arbeitsmarkt zu beseitigen“ und die hohen Staatsausgaben zu senken. Für die Linken ist genau das undenkbar. Sie werfen Macron einen neoliberalen Kurs vor und befürchten, dass er mit seiner Reformpolitik viele Franzosen in Armut und Perspektivlosigkeit treiben wird.

Autoren

Tanja Oppelt

Sendung

B5 Nachrichten vom 18.05.2017 - 02:00 Uhr