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Grüne fordern Anerkennung als NS-Opfer | BR24

© pa/dpa/Matthias Tödt

Gedenkstein auf dem Friedhof Stukenbrock

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    Grüne fordern Anerkennung als NS-Opfer

    Im Rahmen des Gedenkens an den Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion vor 75 Jahren fordern die Grünen die Anerkennung sowjetischer Kriegsgefangener als Opfer des NS-Regimes. Sie seien rechtlos und der rassistischen Ideologie ausgeliefert gewesen.

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    Mit zahlreichen Veranstaltungen wird heute in Berlin an den Beginn des Vernichtungsfeldzugs gegen die Sowjetunion vor genau 75 Jahren erinnert. Geplant sind unter anderem ein Gedenken im Deutschen Historischen Museum mit Bundestagspräsident Lammert und dem Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Meckel. Die Russische Botschaft hat am Abend zu einem Gedenkkonzert in den Berliner Dom eingeladen.

    Das Unrecht endlich anerkennen

    Die Grünen haben diesen Tag zum Anlass genommen, um die offizielle Anerkennung sowjetischer Kriegsgefangener als Opfer des NS-Regimes zu fordern. Im Nationalsozialismus hätten diese Gefangenen genauso wie die zivilen sowjetischen Zwangsarbeiter als "Untermenschen" gegolten.

    In einem Brief der Grünen-Bundestagsabgeordneten Marieluise Beck und Volker Beck an Bundestagspräsident Lammert heißt es, es wäre beschämend, würde sich der Deutsche Bundestag weiter verweigern, das schwere Unrecht anzuerkennen. Bis zum Kriegsende im Jahr 1945 kamen in deutschen Gefangenen- und Konzentrationslagern fast drei Millionen russische Kriegsgefangene ums Leben.

    Im Bundestag ist zu diesem Anlass eine etwa einstündige Debatte geplant.