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Großrazzia nach Missbrauch: Meiste Einsätze in Bayern | BR24

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Die Kölner Polizei und Staatsanwaltschaft haben heute über einen bundesweiten Einsatz informiert

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Großrazzia nach Missbrauch: Meiste Einsätze in Bayern

Bei den Razzien rund um den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hat es am Dienstag die meisten Einsätze in Bayern gegeben. Die Polizei ging hier gegen 13 Beschuldigte vor, ihnen werden Besitz oder Verbreitung von Kinderpornographie vorgeworfen.

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Bei einer bundesweiten Großrazzia im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach haben Ermittler bei 50 Verdächtigen rund 2.000 Beweismittel wie Smartphones und Computer beschlagnahmt. Diese würden nun gründlich ausgewertet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Köln mit. Die Beamten - darunter auch Spezialkräfte - hätten 60 Objekte durchsucht, die meisten davon in Bayern. Dort sei die Polizei an 15 Orten gegen 13 Tatverdächtige vorgegangen. Dabei ging es um Vorwürfe des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie.

Razzia gegen 48 Männer und Frauen

Die Aktion vom Dienstag richtete sich gegen 48 Männer und zwei Frauen, die über Chats in einem Messengerdienst untereinander entsprechendes Material getauscht haben sollen. Schwerwiegendere Verbrechen wie direkten sexuellen Missbrauch von Kindern werde den Verdächtigen nach derzeitigem Stand nicht vorgeworfen, sagte der Leiter der zentralen Ermittlungsgruppe der Kölner Polizei, Michael Esser. Die Identitäten der Beschuldigten seien zuvor in aufwändigen und langwierigen Ermittlungen herausgefunden worden.

Netzwerk aus Pädokriminellen

Im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach geht es um ein Netzwerk aus Pädokriminellen, die Kinder missbrauchten und untereinander in Chats kinderpornografisches Material austauschten. Das Netzwerk wurde vor bald einem Jahr bei Ermittlungen gegen einen Mann aus Bergisch Gladbach entdeckt, daher kommt die Bezeichnung. Seither laufen großangelegte Auswertungen. Nach Angaben der Ermittler sind inzwischen bundesweit 207 Tatverdächtige namentlich identifiziert.

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