Blick auf den Tatort, die Apotheke.
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Die Geiselnahme in einer Apotheke in der Karlsruher Innenstadt ist beendet worden.

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Polizei: Geiselnahme in Karlsruhe beendet - keine Verletzten

Die Geiselnahme in Karlsruhe ist beendet. Die Einsatzkräfte hätten die Apotheke betreten und einen Tatverdächtigen festgenommen, teilte die Polizei am Freitagabend mit. Zuvor waren zwei laute Knallgeräusche zu hören. Offenbar wurde niemand verletzt.

Nach stundenlangem Großeinsatz der Polizei haben Einsatzkräfte den Tatort der Geiselnahme in einer Karlsruher Apotheke gestürmt und einen Tatverdächtigen festgenommen, teilte die Polizei gegen 21.30 Uhr mit. Zuvor waren zwei laute Knallgeräusche zu hören. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt.

Die Tat war gegen 16.30 Uhr der Polizei gemeldet worden. Der Anruf kam offenbar direkt aus der betroffenen Apotheke. Es wurden mehrere Menschen als Geiseln genommen, erklärte die Polizei.

"Glücklicherweise sind keine Geiseln körperlich verletzt", sagte Polizeisprecher Dennis Krull - rund vier Stunden nach Beginn der Tat. Er bat um Verständnis, dass man über die "Anzahl der möglichen Täter oder des Täters beziehungsweise über mögliche Forderungen und Lösegeldforderungen keine Auskunft aus einsatztaktischen Gründen geben" könne.

Gerüchte über eine Lösegeldforderung wurden bisher nicht bestätigt. In einem Tweet hatte die Karlsruher Polizei zunächst von einer "unklaren Gefährdungslage" gesprochen.

Tatort in der Innenstadt

Der Tatort befand sich mitten in der Innenstadt von Karlsruhe an einer der Hauptstraßen. Die Einsatzkräfte sperrten das Gebiet weiträumig ab. Auf der Straße waren zahlreiche Einsatzwagen von Polizei und Rettungsdienst zu sehen. Die Karlsruher Messe sagte wegen der Lage zwei Abendveranstaltungen kurzfristig ab.

Ein Event mit Hundetrainer Martin Rütter sowie ein Meisterkonzert waren betroffen, sagte eine Sprecherin der Messe am Freitag auf Anfrage. Sie gehe davon aus, dass das Event in der Schwarzwaldhalle ausverkauft sei, diese fasst mehrere Tausend Menschen. Das Konzert sollte im nahe gelegenen Konzerthaus stattfinden. Die Sprecherin ging hier von rund 1.000 verkauften Tickets aus. Für die Besucher sei momentan ohnehin kein Durchkommen: Beide Veranstaltungsorte gehören zum Festplatz, der nahe des Einsatzortes liegt, den die Polizei großräumig abgesperrt hat.

"Bitte kommt nicht zur Halle - auch nicht in die Nähe"

Der prominente Hundetrainer Rütter rief seine Fans dazu auf, nicht zu einer mit ihm für den Abend geplanten, nunmehr aber abgesagten Veranstaltung nahe des Einsatzortes zu kommen. "Die Veranstaltung ist jetzt gerade abgesagt worden, und zwar deshalb, weil Luftlinie 100 Meter in einer Apotheke eine bewaffnete Geiselnahme stattfindet", sagte Rütter in einem auf seinem Instagram-Kanal veröffentlichten Video. "Bitte kommt nicht zur Halle, es ist hier großflächig abgesperrt, und bitte kommt auch nicht in die Nähe."

Schule zur Unterkunft für Anwohner geöffnet

Eine Gefährdung der Bevölkerung bestand nach Angaben eines Polizeisprechers nicht. Trotzdem rief die Polizei die Menschen dazu auf, das Einsatzgebiet zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Alle, die wegen der Absperrmaßnahmen derzeit nicht nach Hause könnten, wurden dazu aufgerufen, in eine nahe gelegene Schule zu gehen. Diese wurde eigens geöffnet, damit Anwohner einstweilen unterkommen können.

Straßensperrung in Karlsruhe.
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Straßensperrung in Karlsruhe.

Methadon-Raub im Januar

Erst im Januar war es zu einem Zwischenfall in der Apotheke gekommen: Ein maskierter Räuber gelangte in den Personalbereich, bedrohte einen Angestellten mit einem sägeähnlichen Werkzeug und floh mit einem Liter Methadon. Wenige Tage später wurde in diesem Fall ein Tatverdächtiger erfasst, er kam in Haft.

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