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Großbritannien gedenkt des gestern verstorbenen Prinzen Philip mit Salutschüssen und Schweigeminuten. Ab 12.00 Uhr werden in mehreren Städten und auch von den Kriegsschiffen der Royal Navy Schüsse abgegeben.

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Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Aus vielen Ländern kommen Beileidsbezeugungen für den im Alter von 99 Jahren gestorbenen Prinz Philip. Berichten zufolge soll die Beisetzung in der St.-Georgs-Kapelle in Windsor stattfinden. Wegen der Corona-Regeln sind nur 30 Personen zugelassen.

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Von
  • BR24 Redaktion

Zum Tod von Prinz Philip sind aus aller Welt mitfühlende Botschaften eingegangen. Viele würdigten das Engagement des am Freitag im Alter von 99 Jahren gestorbenen Ehemanns von Queen Elizabeth II. für junge Menschen und die Umwelt. Bereits am Wochenende wird mit Einzelheiten zu der Beisetzung gerechnet - sie soll Berichten zufolge in der St.-Georgs-Kapelle in Windsor stattfinden.

Wegen Corona: Trauerfreier im kleinen Kreis

Die Regeln in der Corona-Pandemie dürften die Pläne für die Trauerfeier durcheinandergebracht haben, vor allem was die Zahl der Teilnehmer betrifft. Statt 800 Gästen muss sich die Queen auf 30 beschränken. Mit Spannung wird vor allem erwartet, ob der inzwischen in Kalifornien lebende Prinz Harry zu der Beisetzung wird kommen können. Unklar war zunächst auch der Termin. Ursprünglichen Plänen zufolge war die Beerdigung nach einer achttägigen Trauerphase geplant - das wäre am kommenden Samstag.

Queen "zutiefst betrübt"

An diesem Samstag sollen in Großbritannien, auf hoher See und in Gibraltar Salutschüsse für Philip abgefeuert werden, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Wie die BBC berichtete, war Thronfolger Prinz Charles (72) am Freitag zu seiner Mutter nach Windsor gereist, die einer Mitteilung des Palasts zufolge "zutiefst betrübt" war über den Tod ihres Mannes, mit dem sie 73 Jahre verheiratet war.

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Trauer in Großbritannien und Anteilnahme in aller Welt: Nach mehr als sieben Jahrzehnten an der Seite der britischen Königin Elizabeth II. ist Prinz Philip nur wenige Monate vor seinem 100. Geburtstag gestorben.

Anteilnahme aus den USA

Unterdessen brachten US-Präsident Joe Biden und mehrere seiner Vorgänger ihre Anteilnahme zum Ausdruck und würdigten die Lebensleistung Philips. Sein Erbe werde nicht nur durch seine Familie weiterleben, sondern auch durch die vielen wohltätigen Zwecke, für die er sich eingesetzt habe, sagte der US-Präsident. Der frühere US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle würdigten Philip als "außergewöhnlichen Mann", der inmitten der großen Veränderungen auf der Welt mit Beständigkeit und Weisheit geführt habe. Sie fügten hinzu: "Wir werden ihn schmerzlich vermissen." Auch die Ex-US-Präsidenten Donald Trump und Bill Clinton brachten ihre Anteilnahme und Wertschätzung für Philip zum Ausdruck.

UN würdigen sein Engagement für wohltätige Zwecke

Auch die Vereinten Nationen (UN) betonten Philips Engagement. "Er war bekannt für sein Engagement für wohltätige Zwecke als Förderer von rund 800 Organisationen, insbesondere solchen, die sich auf Umwelt, Industrie, Sport und Bildung konzentrieren", hieß es in einer UN-Mitteilung.

WWF lobt Prinz Philips "lebenslange Hingabe für die Umwelt"

Die Tier- und Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature), der Philip lange Zeit als Präsident vorgestanden hatte, lobte seine "lebenslange Hingabe für die Umwelt". Die Internatsschule Gordonstoun in Schottland, die der spätere Herzog von Edinburgh einst besuchte, hob als Leistung den Duke of Edinburgh’s Award hervor - ein internationales Jugendprogramm, das Philip gegründet hatte.

Samstagmittag Salutschüsse in zahlreichen Städten

Nach dem Tod von Prinz Philip gedenkt Großbritannien am Samstag mit Salutschüssen und Schweigeminuten des am Freitag verstorbenen Ehemannes von Königin Elizabeth II.. Ab 12.00 Uhr mittags (14.00 Uhr MESZ) feuern Kanonen in zahlreichen Städten von London über Edinburgh und Belfast bis Gibraltar sowie von den Kriegsschiffen der Royal Navy über einen Zeitraum von 40 Minuten 41 Schüsse ab.

Flaggen seit Freitagmorgen auf Halbmast bis zur Beisetzung

Westminster Abbey, wo die spätere Queen und Prinz Philip 1947 geheiratet hatten, hatte bereits am Freitag 99-mal seine Glocke geläutet - einmal für jedes Lebensjahr des Verstorbenen. Die Flaggen an allen Regierungsgebäuden wehen seit Freitagmorgen auf Halbmast. Dies soll bis zum Morgen nach der Beisetzung des Prinzgemahls so bleiben, deren Termin noch nicht bekannt gegeben wurde.

Fußballspieler sollen am Samstag schwarze Armbinden tragen

Bei allen Fußballspielen am Samstag soll auf Empfehlung des britischen Fußballverbands eine Schweigeminute abgehalten werden, die Spieler sollen schwarze Armbinden tragen. Auch beim Pferderennen Grand National sind zwei Schweigeminuten geplant. Die britischen Zeitungen widmeten dem Verstorbenen am Samstag ihre Titelseiten. "Wir weinen mit Ihnen, Ma'am" titelte die Boulevardzeitung "The Sun". Die "Daily Mail" veröffentlichte eine 144-seitige Sonderausgabe, auf der Titelseite ein Foto der Queen mit Prinz Philip und der Schlagzeile "Farewell, my beloved".

Prinz Philip war am Freitagmorgen zwei Monate vor seinem 100. Geburtstag auf Schloss Windsor gestorben. Im November hatten die Queen und er ihren 73. Hochzeitstag begangen. Das vergangene Jahr hatte das Paar wegen der Corona-Pandemie zurückgezogen auf Schloss Windsor verbracht.

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