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Griechenland: Vermisste Wissenschaftlerin wohl tödlich gestürzt | BR24

© ProCip

Die Ortschaft Agios Kirykos auf Ikaria

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    Griechenland: Vermisste Wissenschaftlerin wohl tödlich gestürzt

    Eine auf der griechischen Insel Ikaria tot aufgefundene britische Astrophysikerin ist offenbar durch einen Sturz ums Leben gekommen - so die Erkenntnisse der Rechtsmedizin. Die Britin war am Montag vom Joggen nicht zurückgekehrt und seitdem vermisst.

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    Eine auf der griechischen Insel Ikaria vermisst gemeldete britische Wissenschaftlerin ist nach ersten rechtsmedizinischen Erkenntnissen tödlich gestürzt. Erste Obduktionsergebnisse deuteten auf einen Sturz der 35-Jährigen hin, die am Mittwoch tot in einer Schlucht entdeckt worden war, wie der zuständige Rechtsmediziner am Donnerstag sagte.

    "Alles scheint darauf hinzudeuten, dass es sich um einen Sturz aus großer Höhe handelte", sagte der Arzt Nikos Karakoukis zu Journalisten nach einem Termin am Leichenfundort.

    Demnach geht auch die Polizei von einem Unfall aus. Das Opfer sei vermutlich ohne Ausrüstung entlang des Steilhangs gelaufen und dabei ausgerutscht.

    Wissenschaftlerin wurde nach Aufbruch zum Joggen vermisst

    Die Wissenschaftlerin lebte in Zyperns Hauptstadt Nikosia und machte mit ihrem Freund seit Samstag nahe der Hafenstadt Agios Kirykos auf Ikaria Urlaub. Am Montagvormittag brach sie zu einer Jogging-Runde auf. Da sie nicht ins Hotel zurückkehrte, rief ihr 38-jähriger Freund die Polizei.

    "Das Paar hat gegen 10.00 Uhr (09.00 Uhr MESZ) miteinander telefoniert und sie sagte, dass sie zu einer Laufrunde in der Umgebung aufgebrochen ist", sagte ein Polizeisprecher im zyprischen Fernsehen. Nach Angaben der Website "Cyprus Mail" alarmierte der Freund die Polizei gegen 12.40 Uhr (Ortszeit).

    Fund der Leiche der Astrophysikerin

    An der Suche nach der Vermissten beteiligten sich neben der Polizei auch die Feuerwehr und freiwillige Helfer. Ein Feuerwehrmann entdeckte die Leiche der 35-Jährigen schließlich in einer Schlucht - von einem Felsbrocken getroffen. Der Fundort liegt rund 1,5 Kilometer von dem Hotel entfernt, in dem die Wissenschaftlerin mit ihrem Freund wohnte.

    In dem Zimmer des Paares wurden nach Angaben des Hotelbesitzers Blutspuren gefunden. Der Freund des Todesopfers sagte laut griechischen Medien, seine Partnerin habe Nasenbluten gehabt. Experten der Polizei untersuchten die Blutspuren und das Handy des 38-Jährigen.

    Erinnerung an Fall der Ermordung einer US-Forscherin auf Kreta

    Das Geschehen hatte Erinnerungen an den Fall von Suzanne Eaton, einer US-Forscherin am Dresdner Max-Planck-Institut, geweckt, die im vergangenen Monat auf Kreta getötet worden war. Die 59-Jährige war von einer Wanderung nicht mehr zurückgekehrt.

    Ein 27-jähriger Bauer gestand später, die Frau vergewaltigt und getötet zu haben. Die aus den USA stammende Biologin war zu einer Konferenz nach Chania gereist.