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Greta Thunberg in Paris: "Bin kein Guru der Apokalypse" | BR24

© picture alliance / abaca

Greta Thunberg sieht sich nicht als "Guru der Apokalypse"

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    Greta Thunberg in Paris: "Bin kein Guru der Apokalypse"

    Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat in einer Rede im französischen Parlament ausbleibende Klimaschutzmaßnahmen kritisiert. Rechte und Konservative blieben der Sitzung fern und griffen Thunberg an. Ganz anders eine UN-Klimaexpertin .

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    Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg war von einer überparteilichen Umweltgruppe von Parlamentariern zu dem Treffen in die Nationalversammlung eingeladen worden, an dem andere Abgeordnete teilnehmen konnten. Guillaume Larrivé von den konservativen Republikanern hingegen hatte dazu aufgerufen, den Auftritt Thunbergs zu boykottieren, was viele Parlamentarier aus dem rechten Spektrum auch taten. Man brauche keine "apokalyptischen Gurus", sagte Larrivé - eine Bezeichnung, die Thunberg entschieden zurückwies.

    Greta Thunberg: "Hört auf die Wissenschaft!"

    In ihrer Rede im französischen Parlament sagte die 16-jährige Schülerin am Dienstag an Politiker und Journalisten gerichtet: "Ihr müsst uns nicht zuhören. Aber Ihr müsst der Wissenschaft zuhören. Das ist alles, was wir verlangen."

    Auch den französischen Präsidenten Emmanuel Macron nahm Thunberg von ihrer Kritik nicht aus. "Meine Botschaft ist dieselbe für alle Politiker, Premierminister und Präsidenten", sagte Thunberg zur Frage einer Journalistin, ob in Frankreich genug für den Umweltschutz getan werde.

    Fridays for Future: Hass und Drohungen gegen Aktivisten

    Die junge Schwedin sagte in ihrer rund 30-minütigen Rede, sie und die jungen Mitglieder ihrer Bewegung Fridays for Future seien mit "unglaublichem Hass und Drohungen" konfrontiert. Viele Politiker, Journalisten und Unternehmer argumentierten: "Wir sind Kinder, wir übertreiben, wir sind alarmistisch." Dabei gäben sie nur die Erkenntnisse des Weltklimarats IPCC wieder. Dessen Forscher hätten alle Folgen des vom Menschen verursachten Klimawandels beschrieben. Deshalb sei es nun endlich Zeit zu handeln.

    Rechtspopulisten kritisieren "Gefühlsdiktatur" von Greta Thunberg

    Marine Le Pen warf der Nationalversammlung Heuchelei vor: Thunbergs Auftritt erfolgt am selben Tag, an dem das umstrittene Ceta-Freihandelsabkommen mit Kanada verabschiedet werden soll. Vor allem Umweltschützer hatten Ceta immer wieder kritisiert.

    Jordan Bardella, der Europaabgeordnete der rechtspopulistischen Nationalen Sammlungsbewegung, sprach von einer "Gefühlsdiktatur" und einer "neuen Form von Totalitarismus", die von Thunberg ausgehe. Die Schwedin werde zu einer "Johanna von Orléans des Klimas" hochstilisiert, kritisierte der Politiker der früheren Front National im Sender France 2.

    UN-Klimaexpertin: "Endlich über Lösungen reden"

    Die UN-Klimaexpertin Valérie Masson-Delmotte nannte die Vorwürfe "nichtig" und nahm Greta Thunberg in Schutz. Das rechte Lager in Frankreich versuche, mit der Schülerin die Überbringerin der schlechten Nachricht zu treffen. Der Klimawandel sei aber ein weltweites Problem. Daher sei es nötig, endlich "über Lösungen zu reden", forderte sie.

    Schon jetzt hat sich die Erde nach Befunden des Weltklimarats IPCC gegenüber der vorindustriellen Zeit um etwa ein Grad Celsius erwärmt. Geht es weiter wie bisher, ist Ende dieses Jahrhunderts die Welt wohl gut drei Grad wärmer. Zu den Folgen gehören je nach Region mehr Hitzewellen, längere Dürren sowie mehr Stürme, Starkregen und Hochwasser.

    Fridays for Future: Junge Menschen protestieren für Klimaschutz

    Auf Thunberg geht die Bewegung Fridays for Future zurück. Jeden Freitag demonstrieren unter diesem Motto junge Menschen in vielen Ländern gegen ausbleibende Klimaschutzmaßnahmen. Vergangene Woche war Thunberg zu Gast bei der Berliner Kundgebung.

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    • BR24 Redaktion
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