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Greta Thunberg ruft zum Klimaprotest in der Ferienzeit auf | BR24

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Bereits zum dritten Mal hat sich das Klimakabinett getroffen. Es ging es um die drängende Frage, wie Deutschland seine Klimaziele erreichen kann. Doch wieder gab es am Ende keine konkreten Ergebnisse.

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Greta Thunberg ruft zum Klimaprotest in der Ferienzeit auf

Bei ihrer dritten Rede in Deutschland motiviert Greta Thunberg Mitstreiter auch während der Sommerferien zu protestieren. Auch in bayerischen Städten demonstrieren Schüler heute - und regen die Kommunen zu Debatten an.

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Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat Mitstreiter dazu aufgerufen, weiter für den Klimaschutz zu protestieren. "Wir werden nie aufhören", sagte die 16-Jährige in ihrer Rede auf einer Klimakundgebung in Berlin. Es gebe ihr Hoffnung, dass so viele Menschen für das Klima auf die Straße gingen. Dies solle auch während der Ferienzeit weitergehen.

"Die Klimakrise hört nicht auf, nur weil wir in den Urlaub fahren." Greta Thunberg

Die jungen Leute könnten die Klimakrise allerdings nicht alleine ändern. Denn es sei nicht genug Zeit zu warten, bis die Schüler alt genug für die verantwortlichen Positionen sind. Die jungen Leute könnten nur Druck auf die Mächtigen ausüben.

"Wir tun mehr, als wir können. Es sind die Menschen in den Machtpositionen - Politiker, Unternehmer und Medien - die mehr tun sollten."

Merkel lobt beschleunigende Wirkung der Schülerproteste

Zur gleichen Zeit wie die Klimakundgebung fand in Berlin Merkels Pressekonferenz statt. "Sie haben uns sicherlich zur Beschleunigung getrieben", räumte Angela Merkel ein. Die Schüler hätten die Politik dazu gebracht, entschlossener an die Sache heranzugehen.

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Zeitgleich haben heute Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg zum Thema Klimaschutz gesprochen. Beide waren nur einen Kilometer voneinander entfernt. Auch inhaltlich gab es Berührungen.

Auch in Bayern gehen Fridays for Future-Proteste weiter

Auch in Bayern demonstrieren heute Schüler und Unterstützer unter dem Motto "Fridays for Future": In Regensburg ziehen Schüler in den Mittagsstunden durch die Stadt. Es soll zwei Umzüge geben, die parallel unterwegs sind. In Augsburg treffen sich Schüler um 17 Uhr zu einer Kundgebung am Rathausplatz mit anschließender Demonstration. Die Organisatoren hoffen auf 500 bis 1.000 Teilnehmer.

In Würzburg wollen Anhänger der Bewegung ab heute 18 Uhr fünf Tage lang eine Mahnwache halten und anschließend Forderungen für mehr Klimaschutz an den Oberbürgermeister übergeben. Proteste gibt es nach Angaben der Organisatoren außerdem in Bad Neustadt an der Saale, Freising, München, Murnau, Passau, Schwandorf, Schweinfurt und erstmals in Dillingen.

Kommunen erklären "Klimanotstand" oder "Klimaschutzregion"

39 Städte und Landkreise in Deutschland haben mittlerweile den "Klimanotstand“ ausgerufen. Im Landkreis Ebersberg hat die SPD einen entsprechenden Antrag gestellt. Doch weil viele Bürgerinnen und Bürger das Wort "Notstand" noch in Frage stellen, soll der Landkreis Ebersberg erst einmal "Klimaschutzregion" werden, so Landrat Robert Niedergesäß von der CSU. Die Inhalte bleiben aber gleich, versichert er. Am 29. Juli soll die finale Entscheidung im Kreistag fallen.

Ein ähnlicher Antrag liegt auch für München vor. Dort findet am Sonntag auch eine Großdemonstration am Odeonsplatz statt – unterstützt von den Parents for Future und den Scientists for Future.