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Greta Thunberg erhält Alternativen Nobelpreis | BR24

© BR/Carsten Schmiester

Die schwedische Umweltaktivistin und Gründerin der internationalen "Fridays for Future"-Bewegung Greta Thunberg wird in Stockholm mit dem Alternativen Nobelpreis der "Right Livelihood"-Stiftung ausgezeichnet.

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Greta Thunberg erhält Alternativen Nobelpreis

Die schwedische Umweltaktivistin und Gründerin der internationalen "Fridays for Future"-Bewegung Greta Thunberg wird in Stockholm mit dem Alternativen Nobelpreis der "Right Livelihood"-Stiftung ausgezeichnet.

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Laut "Right Livelihood"-Stiftung wird mit Greta Thunberg eine der einflussreichsten Vertreterinnen der Zivilgesellschaft ausgezeichnet. Sie stehe für die Kraft eines jeden Menschen, politisch etwas zu verändern und habe vielen zu der Einsicht verholfen, dass das sogenannte "Business as usual" ganz sicher in die Klimakrise führen werde.

Auf den "richtigen Weg" gewiesen

Es ist der nächste Preis für die 16-jährige Schwedin, die Millionen vor allem Jugendliche mobilisiert hat und gerade erst von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zur "Botschafterin des Gewissens" gemacht worden ist. Jetzt also die Stockholmer Stiftung, die Menschen für ihre "richtige Lebensweise" auszeichnet - im Fall von Greta Thunberg wohl auch dafür, dass sie vielen Menschen und ihren Regierungen eine völlig falsche Lebensweise und Klimapolitik vorwirft.

"Es ist merkwürdig, wie wir Menschen alle in eine Richtung gehen können, die am Ende unsere Existenz bedroht, und trotzdem das Gefühl haben, wir sind auf dem richtigen Weg, weil alle anderen ja auch mitlaufen", sagt Stiftungsdirektor Ole von Üexküll. "Greta Thunberg hat diese Illusion zerbrochen und sie hat vielen Menschen zu der Einsicht verholfen, dass 'business as usual' ganz sicher in die Krise führt."

Thunberg auch für Friedensnobelpreis nominiert

Die Preisverleihung findet am 4. Dezember in Stockholm statt. Greta Thunberg wollte dann eigentlich bei der Weltklimakonferenz in Chile sein - übrigens auch am 10. Dezember. Dann wird in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen. Die schwedische Umweltaktivistin ist nominiert und wird von Wettbüros als Top-Favoritin gehandelt.

Preis für Menschen, die besonderen Einsatz zeigen

Neben Greta Thunberg werden in diesem Jahr die Menschenrechtsaktivistin Aminatu Haidar aus der Westsahara, die chinesische Frauenrechtlerin Guo Jianmei sowie der brasilianische Ureinwohner Davi Kopenawa und seine Vereinigung Hutukara Yanomami ausgezeichnet. Das teilte die Right Livelihood Stiftung am Mittwoch in Stockholm mit.

Damit ehre die Stiftung "vier praktische Visionäre, deren Einsatz es Millionen von Menschen ermöglicht, ihre grundlegenden Rechte zu verteidigen und für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten zu kämpfen", erklärte Stiftungsdirektor Ole von Uexküll.

Greta Thunberg "ganz normale Preisträgerin"

Häufig zeichnet die "Right Livelihood"-Stiftung eher unbekanntere Aktivisten aus, doch unter den bisherigen Preisträgern finden sich auch Namen wie der des US-Whistleblowers Edward Snowden und der von Schwedens Kinderbuchautorin Astrid Lindgren.

Greta Thunberg ist dagegen bereits ein Weltstar und doch laut von Uexküll eine ganz normale Preisträgerin. "Prominenz um der Prominenz willen ist kein Kriterium. Wir schauen hauptsächlich auf die Leistungen der Kandidatinnen und Kandidaten", erklärt er. "Bei Greta hat sie es natürlich geschafft, auch die große Medienaufmerksamkeit zu nutzen für die politische Sache und sehr sinnvoll zu kanalisieren. Das ist Teil ihrer Arbeit, für die sie ausgezeichnet wird."

Der gewöhnlich als Alternativer Nobelpreis bezeichnete Right Livelihood Award wird seit 1980 und damit in diesem Jahr zum 40. Mal verliehen. Die Preise stehen in kritischer Distanz zu den traditionellen Nobelpreisen und werden am 4. Dezember auf einer feierlichen Zeremonie in Stockholm überreicht. Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld in Höhe von jeweils einer Million schwedischen Kronen (93.500 Euro) ist für die Arbeit der Geehrten bestimmt.

© BR24

In Stockholm wurden heute die Träger des Alternativen Nobelpreises für 2019 bekannt gegeben. Die prominenteste Preisträgerin: Greta Thunberg.